Ein Sturz von der Leiter beim Fensterputzen, ein Sportunfall beim Skifahren, ein Fahrradunfall auf dem Weg zum Einkaufen – Unfälle passieren schneller als man denkt. Die gesetzliche Unfallversicherung greift aber nur bei Arbeitsunfällen und auf dem Arbeitsweg. Die große Mehrheit aller Unfälle passiert in der Freizeit – und genau hier ist man ohne private Unfallversicherung komplett ungeschützt. Aber lohnt sie sich wirklich für jede Frau?
Was die private Unfallversicherung leistet
Die private Unfallversicherung zahlt eine einmalige Kapitalleistung oder eine monatliche Unfallrente, wenn du nach einem Unfall dauerhaft körperlich beeinträchtigt bleibst. Die Höhe richtet sich nach dem Grad der Invalidität – bei vollständigem Verlust eines Arms beispielsweise 70 Prozent, bei einem Auge 50 Prozent der vereinbarten Versicherungssumme. Die Grundsumme sollte mindestens das Drei- bis Fünffache deines Jahresbruttoeinkommens betragen. Zusätzlich bieten viele Tarife Krankenhaustagegeld, Genesungsgeld und kosmetische Operationen.
Für wen sich die Unfallversicherung besonders lohnt
Hausfrauen und Mütter in Elternzeit sind über die gesetzliche Unfallversicherung gar nicht oder nur minimal abgesichert. Sportlich aktive Frauen haben ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Selbstständige und Freiberuflerinnen, die keinen gesetzlichen Unfallschutz haben. Und Frauen, die keine Berufsunfähigkeitsversicherung haben oder bekommen – die private Unfallversicherung ist leichter zu bekommen, weil sie keine Gesundheitsprüfung erfordert.
Wann du besser KEINE Unfallversicherung brauchst
Wenn du bereits eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung hast, ist die Unfallversicherung weniger dringend – denn die BU zahlt bei jeder gesundheitlichen Einschränkung, nicht nur nach Unfällen. Und Unfälle machen nur rund 10 Prozent aller Ursachen für dauerhafte Beeinträchtigungen aus. Die restlichen 90 Prozent – Krankheiten – deckt die Unfallversicherung nicht ab. Eine BU ist daher der umfassendere Schutz. Die private Unfallversicherung ist eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für eine BU.
Prüfe deine individuelle Situation: Bist du über deinen Arbeitgeber unfallversichert? Hast du eine BU? Treibst du Risikosport? Wenn du unsicher bist, lass dich von einem unabhängigen Versicherungsberater beraten – die Erstberatung ist kostenlos und kann dir helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.


