Jeder Vierte wird im Laufe seines Arbeitslebens berufsunfähig – durch Rückenprobleme, psychische Erkrankungen, Krebs oder Unfälle. Ohne Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) fällt dein Einkommen auf die staatliche Erwerbsminderungsrente: durchschnittlich 950 Euro monatlich. Davon bezahlst du keine Miete, keine Familie und kein Leben. Die BU ist nach der Krankenversicherung die wichtigste Versicherung überhaupt – und trotzdem hat nur jeder dritte Arbeitnehmer eine.
Was eine BU kostet und wie du die richtige findest
Die Kosten hängen von vier Faktoren ab: Beruf (Büroangestellte zahlen weniger als Handwerker), Eintrittsalter (je jünger, desto günstiger – mit 25 zahlst du halb so viel wie mit 40), Versicherungssumme (Faustregel: 75 Prozent deines Bruttöinkommens) und Gesundheitszustand (Vorerkrankungen erhöhen den Beitrag oder führen zu Ausschlüssen). Beispielkosten: Büroangestellte, 30 Jahre, 2.000 Euro monatliche BU-Rente: ca. 50 bis 80 Euro monatlich. Handwerkerin, 30 Jahre, 1.500 Euro BU-Rente: ca. 80 bis 130 Euro monatlich. Worauf du achten musst: Verzicht auf abstrakte Verweisung (der Versicherer darf dich nicht auf einen anderen Beruf verweisen), Nachversicherungsgarantie (du kannst die Rente später erhöhen, ohne neue Gesundheitsprüfung) und rückwirkende Leistung (ab Beginn der Berufsunfähigkeit, nicht ab Antragstellung). Vergleiche immer mehrere Anbieter – Stiftung Warentest, Franke und Bornberg oder ein unabhängiger Versicherungsmakler helfen. Zum Thema Versicherung auch unser Zahnzusatz-Ratgeber.
Fazit: Mit 25 abschließen kostet 40 Euro – mit 45 das Doppelte oder sie nehmen dich nicht mehr
Die BU ist die Versicherung, die du am meisten brauchst und am wenigsten willst. Schliess sie ab, solange du jung und gesund bist – jedes Jahr Warten kostet dich Geld, und jede Vorerkrankung kann den Abschluss erschweren oder unmeöglich machen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und journalistischen Aufbereitung. Er stellt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung dar und ersetzt keine individuelle Beratung im Einzelfall. Gesetze, Fristen, Beitragssätze und die Rechtsprechung ändern sich laufend – trotz sorgfältiger Recherche können Angaben überholt oder unvollständig sein. Für verbindliche Auskünfte wende dich bitte an eine Rechtsanwältin, einen Steuerberater, deine Behörde oder eine Verbraucherzentrale. Eine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden, ist ausgeschlossen.


