Deutschland ist zurück – zumindest sieht es nach dem 7:1 gegen WM-Neuling Curacao so aus. Die DFB-Elf von Julian Nagelsmann eröffnete ihre WM 2026 in Houston mit einem Kantersieg, der Selbstvertrauen gibt und gleichzeitig Fragen aufwirft: War Curacao einfach zu schwach, um Rückschlüsse auf die wahre Stärke des Teams zu ziehen? Oder hat diese Mannschaft tatsächlich das Zeug, den Fluch der letzten zwei Turniere (Gruppenaus 2018 und 2022) zu brechen?
Die Tore: Havertz-Doppelpack und Musiala-Magie
Es dauerte nur sechs Minuten, bis Deutschland in Führung ging: Felix Nmecha kombinierte sich mit Florian Wirtz durch die Curacao-Abwehr und traf sehenswert ins lange Eck. Die Antwort des kleinsten WM-Teilnehmers aller Zeiten kam überraschend: Livano Comenencia erzielte in der 21. Minute den ersten WM-Treffer der Geschichte Curacaos – ein Moment, der das Stadion zum Beben brachte. Doch Deutschland ließ sich nicht beirren: Nico Schlotterbeck köpfte zum 2:1 ein, Kai Havertz verwandelte einen Elfmeter zum 3:1 kurz vor der Pause. Der Arsenal-Stürmer kam so auf zwei Treffer an diesem Abend.
Nach der Pause übernahm Jamal Musiala: In der 47. Minute machte er das 4:1 und bewies einmal mehr, warum er zu den besten Spielern der Welt gehört. Nathaniel Brown (68.), Deniz Undav (78.) und erneut Havertz (88.) schraubten das Ergebnis auf den Endstand. Deutschlands xG (Expected Goals) lag bei beeindruckenden 3,91 gegenüber 0,4 für Curacao – die Dominanz war total. Nagelsmann kommentierte nach dem Spiel: Wir haben diesen überzeugenden Sieg gebraucht. Das Selbstvertrauen war da, aber es ist definitiv gewachsen.
Was wir gelernt haben – und was nicht
Die Offensive funktioniert: Wirtz, Musiala und Sane bilden ein Dreieck, das jede Abwehr beschäftigen kann. Die direkte Spielweise und die Laufbereitschaft der vorderen Reihe sind beeindruckend. Havertz als Mittelstürmer trifft zuverlässig und ist der Fixpunkt im Angriff. Die Defensive wurde kaum getestet – Curacao hatte nur 0,4 xG und kam selten in gefährliche Zonen. Ob die Abwehr auch gegen stärkere Gegner hält, wird sich gegen die Elfenbeineküste und Ecuador zeigen. Genau diese Frage steht heute Abend an: Deutschland gegen die Elfenbeineküste ist der erste echte Prüfstein für Nagelsmanns Team. Mehr zur WM 2026 in unserem WM-Livestream-Ratgeber.
Fazit: Guter Start, aber die echten Tests kommen noch
Ein 7:1 gegen den schwächsten Gruppengegner ist Pflicht, nicht Kür – und Deutschland hat diese Pflicht souverän erfüllt. Die nächsten beiden Spiele gegen die Elfenbeineküste und Ecuador werden zeigen, ob dieses Team mehr ist als ein Schönweeeetterfussballer. Aber eines ist klar: Die Mannschaft hat Torgefahr, Selbstvertrauen und den unbedingten Willen, das Gruppenaus der letzten Turniere zu verhindern. Die DFB-Fans dürfen vorsichtig träumen – aber bitte erst nach dem Achtelfinale.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Trotz sorgfältiger Recherche können Angaben, Preise und Empfehlungen zwischenzeitlich überholt sein. Für verbindliche Auskünfte wende dich bitte an eine fachkundige Stelle.


