in

Gehalt verhandeln als Frau: Warum Frauen 18 Prozent weniger verdienen, welche Argumente wirklich ziehen und wie du in 5 Schritten bekommst, was du verdienst

Gehalt verhandeln als Frau: Warum Frauen 18 Prozent weniger verdienen, welche Argumente wirklich zie

Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt 18 Prozent weniger als Männer – der Gender Pay Gap ist real und hartnäckig. Ein Teil davon erklärt sich durch Branchenwahl und Teilzeit, aber selbst bei gleicher Position, gleicher Erfahrung und gleicher Leistung verdienen Frauen 6 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Der Hauptgrund: Frauen verhandeln seltener und zurückhaltender als Männer. Nicht weil sie weniger wollen, sondern weil die Gesellschaft ihnen beigebracht hat, bescheiden zu sein. Schluss damit.

Die 5 Schritte zur erfolgreichen Gehaltsverhandlung

Schritt 1: Marktwert recherchieren. Bevor du verhandelst, musst du wissen, was dein Job wert ist. Gehalt.de, Glassdoor und Kununu zeigen dir Gehälter nach Position, Branche, Region und Erfahrung. Schritt 2: Deine Erfolge dokumentieren. Liste drei bis fünf konkrete Erfolge der letzten zwölf Monate auf – Projekte, Umsatzsteigerungen, Kosteneinsparungen, übernommene Verantwortung. Zahlen wirken stärker als Adjektive: Ich habe das Onboarding-Programm überarbeitet und die Einarbeitungszeit um drei Wochen verkürzt ist besser als Ich bin ein sehr engagiertes Teammitglied. Schritt 3: Die richtige Zahl nennen. Fordere 10 bis 15 Prozent mehr als dein aktuelles Gehalt – oder das Marktniveau, wenn du darunter liegst. Nenne immer eine konkrete Zahl, nie eine Spanne. Eine Spanne (55.000 bis 60.000) wird dein Gegenüber immer am unteren Ende greifen.

Schritt 4: Den richtigen Zeitpunkt wählen. Nach einem erfolgreichen Projektabschluss, im Jahresgespräch oder nach einer Beförderung – nie während einer Krise oder direkt nach einer Fehlleistung. Und: Verhandle nie am Montag (zu stressig) oder Freitag (zu eilig) – Dienstag bis Donnerstag ist ideal. Schritt 5: Üben, üben, üben. Sage deine Forderung zehnmal laut vor dem Spiegel, bis sie sich natürlich anfühlt. Der größte Fehler: Die Forderung so nervös aussprechen, dass sie wie eine Frage klingt statt wie eine berechtigte Aussage. Zum Thema Karriere auch unser Bewerbungsgespräch-Ratgeber.

Fazit: Jede nicht gestellte Forderung ist ein geschenktes Gehalt

Über ein Berufsleben von 35 Jahren kostet dich ein um 200 Euro monatlich zu niedriges Gehalt 84.000 Euro – netto, nach Steuern. Eine einzige erfolgreiche Verhandlung kann diesen Betrag ändern. Du verdienst, was du wert bist – fordere es ein.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und journalistischen Aufbereitung. Er stellt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung dar und ersetzt keine individuelle Beratung im Einzelfall. Gesetze, Fristen, Beitragssätze und die Rechtsprechung ändern sich laufend – trotz sorgfältiger Recherche können Angaben überholt oder unvollständig sein. Für verbindliche Auskünfte wende dich bitte an eine Rechtsanwältin, einen Steuerberater, deine Behörde oder eine Verbraucherzentrale. Eine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden, ist ausgeschlossen.

KI im Alltag nutzen Tools Apps

KI im Alltag nutzen: 10 künstliche-Intelligenz-Tools, die dir sofort Zeit und Geld sparen

Wespen vertreiben: Welche Hausmittel wirklich funktionieren, was die Insekten anzieht und warum du s

Wespen vertreiben: Welche Hausmittel wirklich funktionieren, was die Insekten anzieht und warum du sie niemals töten solltest