Eine streitige Scheidung dauert ein bis drei Jahre und kostet 10.000 bis 30.000 Euro. Eine einvernehmliche Scheidung mit Scheidungsfolgenvereinbarung dauert drei bis sechs Monate und kostet 2.000 bis 4.000 Euro. Der Unterschied: Eine Vereinbarung, die alle Streitpunkte im Vorfeld klaert – Unterhalt, Zugewinn, Sorgerecht und Hausrat. Ein Dokument, das dir Zehntausende Euro, Jahre Streit und unendlich viel Nerven spart.
Was in der Scheidungsfolgenvereinbarung geregelt wird
Ehegattenunterhalt: Wer zahlt wie viel und wie lange? Der Unterhalt richtet sich nach dem Einkommensunterschied und der Ehedauer – eine klare Regelung verhindert jahrelangen Streit vor Gericht. Zugewinnausgleich: Die Differenz des Vermoegenszuwachses waehrend der Ehe wird ausgeglichen – wer hat was eingebracht, wer hat was verdient, wer bekommt wie viel? Sorgerecht und Umgang: Bei gemeinsamen Kindern – wo leben sie, wie oft sieht der andere Elternteil sie und wie werden Ferien aufgeteilt? Kindesunterhalt: Richtet sich nach der Duesseldorfer Tabelle – kann aber in der Vereinbarung praezisiert werden (Sonderbeduerfnisse, Nachhilfe, Hobbys). Hausrat und Wohnung: Wer behaelt was? Wer bleibt in der Wohnung? Wer uebernimmt den Mietvertrag?
Wie du vorgehst: Beide Partner einigen sich auf alle Punkte (idealerweise mit Hilfe eines Mediators, Kosten 500 bis 2.000 Euro). Die Vereinbarung wird schriftlich festgehalten und notariell beurkundet (Kosten: 500 bis 1.500 Euro je nach Vermoegen – Pflicht, wenn Immobilien oder Unterhaltsvereinbarungen enthalten sind). Mit der fertigen Vereinbarung zum Familiengericht: Die Scheidung wird in einem einzigen Termin ausgesprochen (15 bis 30 Minuten), nur ein Anwalt (fuer den Antragsteller) ist noetig. Gesamtkosten: 2.000 bis 4.000 Euro statt 10.000 bis 30.000 Euro. Zum Thema Scheidung auch unser Scheidungskosten-Ratgeber.
Fazit: Eine Vereinbarung vor der Scheidung spart euch beiden Jahre und Zehntausende
Klaert alles vorher, beurkundet es beim Notar und geht mit einer fertigen Loesung zum Gericht. Schneller, guenstiger und weniger schaedlich fuer alle Beteiligten – besonders fuer die Kinder.


