Der Grundfreibetrag steigt 2026 erneut – und das bedeutet: Du zahlst auf einen groesseren Teil deines Einkommens keine Steuern. Klingt nach wenig, macht aber bei jedem Steuerzahler 100 bis 300 Euro Unterschied pro Jahr. Zusammen mit dem gestiegenen Kinderfreibetrag und den angepassten Steuertarifen koennte deine Steuerlast 2026 spuerbar sinken – wenn du weisst, wie du sie nutzt.
Die wichtigsten Freibetraege 2026 im Ueberblick
Grundfreibetrag: Der Betrag, bis zu dem du kein einziges Euro Einkommensteuer zahlst. 2026 liegt er bei voraussichtlich 12.084 Euro fuer Ledige und 24.168 Euro fuer Verheiratete (Zusammenveranlagung). Jeder Euro ueber dem Grundfreibetrag wird besteuert – angefangen bei 14 Prozent (Eingangssteuersatz) bis zum Spitzensteuersatz von 42 Prozent (ab ca. 66.761 Euro). Kinderfreibetrag: 9.312 Euro pro Kind (4.656 pro Elternteil) – wird mit dem Kindergeld verrechnet, das Finanzamt prueft automatisch, was guenstiger ist. Werbungskostenpauschale: 1.230 Euro – wird automatisch abgezogen, ohne Nachweis. Alles darueber einzeln nachweisen (Pendlerpauschale, Homeoffice-Pauschale, Fortbildung). Sonderausgabenpauschale: 36 Euro (praktisch irrelevant, aber sie existiert). Sparerpauschbetrag: 1.000 Euro pro Person (2.000 fuer Ehepaare) – bis zu diesem Betrag sind Kapitalertraege (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne) steuerfrei. Freistellungsauftrag bei der Bank einrichten, sonst fuehrt die Bank automatisch Abgeltungssteuer ab. Zum Thema Steuern auch unser Homeoffice-Steuer-Ratgeber.
Fazit: Steigende Freibetraege bedeuten weniger Steuern – aber nur wenn du sie nutzt
Der Grundfreibetrag wird automatisch angewendet – aber den Sparerpauschbetrag musst du aktiv bei deiner Bank einrichten (Freistellungsauftrag), und Werbungskosten ueber 1.230 Euro musst du in der Steuererklaerung nachweisen. Jeder nicht genutzte Freibetrag ist verschenktes Geld.


