Beim Friseur kostet eine Coloration schnell 80 bis 150 Euro – kein Wunder, dass viele Frauen zur Packung aus der Drogerie greifen. Aber jeder kennt die Horrorgeschichten: Orange statt Blond, fleckige Farbe, strohiges Haar. Meine Freundin, die seit 15 Jahren Friseurin ist, hat mir ihre besten Tipps verraten, mit denen das Selberfärben gelingt – ohne Drama.
Tipp 1: Nie mehr als zwei Stufen vom Naturton abweichen
Der häufigste Fehler beim Selberfärben: Ein zu krasser Farbwechsel. Wer von Dunkelbraun auf Platinblond will, sollte das dem Profi überlassen. Zu Hause funktionieren Veränderungen von maximal zwei Nuancen heller oder dunkler zuverlässig und ohne böse Überraschungen. Die Farbkarten auf der Packung zeigen immer das Ergebnis auf ungefärbtem Haar – auf bereits coloriertem Haar kann das Ergebnis komplett anders aussehen.
Tipp 2: Immer einen Allergietest machen
48 Stunden vor dem Färben eine kleine Menge der Farbe hinter dem Ohr oder in der Armbeuge auftragen. Das steht auf jeder Packung und wird von fast allen ignoriert. Dabei können allergische Reaktionen auf Haarfarben ernsthaft sein – von Schwellungen über Ausschlag bis hin zum Kreislaufkollaps. Es kostet zwei Minuten und kann dir viel Ärger ersparen.
Tipp 3: Ansatz und Längen getrennt behandeln
Trage die Farbe zuerst auf den Ansatz auf und lass sie dort die meiste Zeit einwirken, denn der Nachwuchs braucht am längsten. Erst in den letzten fünf bis zehn Minuten die Farbe durch die Längen kämmen. So vermeidest du, dass die Spitzen zu dunkel werden oder überfärbt wirken. Und trage vorher Vaseline am Haaransatz entlang der Stirn und an den Ohren auf, um Farbflecken auf der Haut zu vermeiden.
Haare selber färben ist keine Kunst – es ist Handwerk mit ein paar klaren Regeln. Wer diese Regeln beachtet, spart Geld und bekommt trotzdem ein tolles Ergebnis. Und wenn doch mal etwas schiefgeht: Ruhe bewahren, zum Friseur gehen und daraus lernen. Es sind nur Haare – sie wachsen nach.


