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Nasennebenhöhlenentzündung: Hausmittel, die wirklich wirken, und wann Antibiotika nötig sind

Druckgefühl über den Augenbrauen, pochende Schmerzen im Oberkiefer, verstopfte Nase und gelblich-grüner Schleim – eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) ist extrem unangenehm und einer der häufigsten Gründe für Arztbesuche im Winter. Die meisten Fälle sind viral und heilen ohne Antibiotika aus – wenn du weißt, was wirklich hilft.

Was sofort Linderung bringt

Nasenspülung mit Salzlösung – der Goldstandard bei Sinusitis. Eine Nasendusche spült Schleim, Erreger und Entzündungsstoffe aus den Nebenhöhlen. Dreimal täglich anwenden. Abschwellendes Nasenspray (Xylometazolin) – maximal sieben Tage, um eine Abhängigkeit zu vermeiden. Dampfinhalation mit Kamillen- oder Thymiantee öffnet die Nebenhöhlen. Warme Umschläge auf Stirn und Wangen lindern den Druck. Viel trinken – Flüssigkeit verflüssigt den Schleim. Und Schmerzmittel wie Ibuprofen wirken gleichzeitig entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Wann Antibiotika tatsächlich nötig sind

Erst wenn die Symptome nach zehn Tagen nicht besser werden oder sich nach einer Verbesserung wieder verschlechtern, ist eine bakterielle Superinfektion wahrscheinlich und Antibiotika sind sinnvoll. Hohes Fieber über 39°C, starke einseitige Gesichtsschmerzen und eitriger Ausfluss aus nur einer Nasenseite können auf eine bakterielle Ursache hindeuten. In diesen Fällen zum HNO-Arzt gehen. Chronische Sinusitis – Beschwerden über mehr als zwölf Wochen – braucht eine gründliche Abklärung, eventuell mit CT und Allergietest.

Die meisten Nasennebenhöhlenentzündungen heilen ohne Antibiotika in ein bis zwei Wochen aus. Nasenspülung ist dein bester Freund – günstig, effektiv und ohne Nebenwirkungen.

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