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Fondsgebundene Rentenversicherung: Lohnt sie sich noch oder ist ein ETF-Sparplan besser?

Dein Versicherungsberater empfiehlt dir eine fondsgebundene Rentenversicherung mit „steuerlichen Vorteilen” und „lebenslanger Rente”. Klingt gut – aber ist sie wirklich besser als ein einfacher ETF-Sparplan? Die ehrliche Antwort: In den meisten Fällen nicht. Aber es gibt Szenarien, in denen die Versicherungslösung Sinn macht.

Der entscheidende Unterschied: Kosten

Eine fondsgebundene Rentenversicherung kostet dich 1,5 bis 3 Prozent der Beiträge pro Jahr an Verwaltungs- und Fondskosten – plus eine saftige Abschlussprovision in den ersten Jahren. Ein ETF-Sparplan kostet 0,1 bis 0,3 Prozent jährlich, keine Provision. Über 30 Jahre macht dieser Kostenunterschied bei 200 Euro monatlichem Sparbeitrag einen Renditeunterschied von 30.000 bis 50.000 Euro aus. Das ist kein kleiner Unterschied – das ist ein Kleinwagen oder ein Jahr Weltreise.

Wann die fondsgebundene Rentenversicherung trotzdem Sinn macht

Wenn du die Disziplin nicht hast, einen ETF-Sparplan 30 Jahre lang durchzuhalten – die Versicherung hat eine Bindungswirkung. Wenn du im Alter eine garantierte lebenslange Rente statt einer Kapitalentnahme willst. Wenn du das Halbeinkünfteverfahren nutzen kannst – bei Auszahlung nach dem 62. Lebensjahr und mindestens 12 Jahren Laufzeit wird nur die Hälfte der Erträge besteuert. Und wenn du über dem Sparerpauschbetrag liegst und die Steuerstundung in der Versicherungspolice nutzen willst. Für die meisten Frauen, die gerade mit dem Vermögensaufbau anfangen, ist der ETF-Sparplan die bessere Wahl. Einfacher, günstiger, flexibler.

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