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Kompost richtig anlegen: Was rein darf und was nicht, wie du ihn pflegst und warum Kompost das Beste ist, was du fuer deinen Garten tun kannst

Kompost richtig anlegen: Was rein darf und was nicht, wie du ihn pflegst und warum Kompost das Beste ist, was du fuer deinen Garten tun kannst

Kompost ist das schwarze Gold des Gaertners – naehrstoffreiche, krümelige Erde, die aus Kuechenabfaellen und Gartenresten entsteht, voellig kostenlos, besser als jeder Duenger aus dem Baumarkt und der einfachste Beitrag zur Kreislaufwirtschaft, den du leisten kannst. Deine Kartoffelschalen, dein Kaffeesatz und dein Rasenschnitt werden zu Nahrung fuer deine Pflanzen – und du sparst dir den Biomuell und die Duengerkosten. Alles, was du brauchst, ist eine Ecke im Garten und ein bisschen Wissen darueber, wie Zersetzung funktioniert.

Den richtigen Standort waehlen und den Komposter aufstellen

Der ideale Standort ist halbschattig (direkte Sonne trocknet den Kompost aus, voller Schatten verlangsamt die Zersetzung), windgeschuetzt und auf gewachsenem Boden (nicht auf Beton oder Pflaster – die Bodenorganismen muessen von unten in den Kompost einwandern koennen). Ein offener Komposthaufen funktioniert, sieht aber unordentlich aus. Ein Kompostbehaelter aus Holzlatten (selbst gebaut oder gekauft, ab 30 Euro) haelt den Haufen zusammen und sieht ordentlicher aus. Thermokomposter (geschlossene Kunststoff-Behaelter, ab 50 Euro) beschleunigen die Zersetzung durch Waermeisolierung und eignen sich fuer kleine Gaerten. Fuer Balkon und Wohnung: Wurmkomposter (Wurmkiste) – spezielle Kompostwuermer zersetzen Kuechenabfaelle in einer kompakten Box.

Was darf rein – und was auf keinen Fall

Auf den Kompost darf: Obst- und Gemuesereste (auch Schalen, Kerne, angeschimmeltes – die Mikroorganismen kuemmern sich darum), Kaffeesatz und Teebeutel (Papierhuellen, keine Plastik-Teebeutel), Eierschalen (zerkleinert – liefern Kalk), Rasenschnitt (in duennen Schichten, nicht klumpweise – sonst fault er), Laub, Stroh und Haeckselgut, zerkleinerte Aeste und Zweige, verwelkte Schnittblumen und unbedruckter Karton und Zeitungspapier (in Streifen gerissen). Mehr Gartentipps in unserem Tomaten-Ratgeber.

Auf keinen Fall auf den Kompost: Gekochte Essensreste und Fleisch (locken Ratten und Maeusen an und erzeugen Faeulnisgeruch), Milchprodukte und Fette (faulen statt zu kompostieren), kranke Pflanzen (Pilzsporen und Krankheitserreger ueberleben die Kompostierung und infizieren spaeter deine Beete), Unkraut mit Samen (Samen ueberleben im Kompost und keimen spaeter im Beet), behandeltes Holz (Lacke und Holzschutzmittel vergiften den Kompost), Windeln und Katzenstreu (Hygiene und Schadstoffe) und Zitrusschalen in grossen Mengen (die aetherischen Oele hemmen die Mikroorganismen – kleine Mengen sind ok).

Die richtige Mischung: Braun und Gruen

Guter Kompost braucht eine ausgewogene Mischung aus stickstoffreichen gruenen Materialien (frische Kuechenabfaelle, Rasenschnitt, gruene Pflanzenreste – feucht und naehrstoffreich) und kohlenstoffreichen braunen Materialien (trockenes Laub, Stroh, Haeckselgut, Karton – trocken und strukturgebend). Das ideale Verhaeltnis liegt bei etwa zwei Teilen Braun zu einem Teil Gruen. Zu viel Gruen fuehrt zu Faeulnis und Gestank (anaerobe Zersetzung – zu nass, zu wenig Luft). Zu viel Braun verlangsamt die Zersetzung (zu trocken, zu wenig Stickstoff). Wenn der Kompost stinkt, ist er zu nass und braucht mehr braunes Material. Wenn er sich nicht zersetzt, ist er zu trocken und braucht mehr gruenes Material oder Wasser.

Pflege und Umsetzen: Wann ist der Kompost fertig

Alle vier bis sechs Wochen den Kompost umsetzen (mit einer Mistgabel durchmischen) – das belueftet ihn, beschleunigt die Zersetzung und verhindert Faeulnis. Der Kompost sollte sich feucht anfuehlen wie ein ausgedrueckter Schwamm – nicht triefnass und nicht staubtrocken. Bei Trockenheit giessen, bei zu viel Naesse braunes Material untermischen. Fertiger Kompost ist nach sechs bis zwoelf Monaten bereit (im Thermokomposter schneller, im offenen Haufen langsamer). Er ist fertig, wenn er dunkelbraun bis schwarz ist, kruemelig wie Walderde und angenehm erdig riecht – nicht nach Faeulnis. Diesen reifen Kompost zwei bis drei Zentimeter dick auf die Beete verteilen und leicht einharken – er ersetzt Duenger, verbessert die Bodenstruktur und foerdert das Bodenleben. Deine Pflanzen werden es dir mit kraeftigem Wachstum danken.

Fazit: Kompost ist der einfachste Kreislauf der Welt

Kuechenabfaelle rein, Erde raus – einfacher wird Recycling nicht. Ein Kompost spart Duengerkosten, reduziert Biomuell, verbessert den Boden und gibt dir das befriedigende Gefuehl, aus Abfall etwas Wertvolles zu schaffen. Fang mit einem einfachen Haufen an, lerne aus der Praxis und staune, wie schnell aus Kartoffelschalen und Laub die beste Erde wird, die dein Garten je gesehen hat.

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