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Wie viel Bargeld solltest du zu Hause haben? Was erlaubt ist, was Experten fuer den Notfall empfehlen und was die Versicherung zahlt

Wie viel Bargeld solltest du zu Hause haben? Was erlaubt ist, was Experten fuer den Notfall empfehle

Stromausfall, Bankenstoerung, IT-Panne im Supermarkt – und ploetzlich funktioniert keine Karte mehr. Spaetestens seit den grossflaechigen Ausfaellen der letzten Jahre fragen sich viele: Wie viel Bargeld sollte ich eigentlich zu Hause haben? Und ist das ueberhaupt erlaubt? Die Antworten: Mehr als du denkst – und ja, komplett.

Erlaubt, empfohlen, versichert – die Fakten

Ist Bargeld zu Hause erlaubt? Ja, unbegrenzt. Es gibt in Deutschland KEINE gesetzliche Obergrenze fuer privaten Bargeldbesitz – du darfst theoretisch 100.000 Euro unter der Matratze lagern. (Die Herkunft musst du bei spaeterer Einzahlung ggf. nachweisen koennen – siehe Geldwaescheregeln.) Was empfehlen Experten fuer den Notfall? Das Bundesamt fuer Bevoelkerungsschutz (BBK) empfiehlt in seinem Notfallratgeber, stets einen Bargeldvorrat zu Hause zu haben – denn bei Stromausfall funktionieren weder Geldautomaten noch Kartenterminals. Eine verbreitete Faustregel aus der Notfallvorsorge: Genug fuer etwa eine bis zwei Wochen Grundversorgung der Familie – also je nach Haushalt etwa 200 bis 500 Euro, in kleinen Scheinen (Fuenfer, Zehner, Zwanziger – im Notfall kann niemand einen Hunderter wechseln) plus etwas Muenzgeld.

Was zahlt die Hausratversicherung bei Diebstahl? Hier wird es wichtig: Bargeld ist nur begrenzt versichert. Typische Entschaedigungsgrenzen: Frei liegendes Bargeld (Schublade, Umschlag, Sparschwein): meist nur 1.000 bis 2.000 Euro. Bargeld im verschlossenen Wertschutzschrank (zertifizierter Tresor, verankert oder ueber 200 kg): je nach Tarif 5.000 bis 20.000 Euro. Alles darueber: unversichert und im Einbruchsfall verloren. Wer groessere Summen zu Hause lagert, verliert sie im Ernstfall ersatzlos – Bank, Tagesgeld oder Schliessfach sind fuer groessere Betraege schlicht sicherer (und beim Tagesgeld gibt es Zinsen statt Inflationsverlust: 10.000 Euro Bargeld verlieren bei 2,5 Prozent Inflation jedes Jahr 250 Euro Kaufkraft). Die sinnvolle Aufteilung: 200 bis 500 Euro Notfall-Bargeld in kleinen Scheinen zu Hause (gut versteckt, nicht im Nachttisch – der wird bei jedem Einbruch zuerst durchsucht), Notgroschen von 3 Netto-Monatsgehaeltern auf dem Tagesgeldkonto, langfristiges Vermoegen im Depot. Zum Thema Notfallvorsorge auch unser Bargeld-Einzahlungs-Ratgeber.

Fazit: 200 bis 500 Euro in kleinen Scheinen zu Hause, der Rest auf die Bank – mehr Matratze braucht niemand

Bargeld zu Hause ist erlaubt und fuer den Notfall vernuenftig – in Massen. Kleine Scheine, gutes Versteck, Versicherungsgrenzen kennen. Und alles ueber dem Notfallbedarf laesst du lieber Zinsen verdienen, statt es dem naechsten Einbrecher zu schenken.

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