Du überlegst, neben dem Job zu studieren – und fragst dich, ob ein Fernstudium das Richtige ist. Die Antwort hängt von drei Faktoren ab: Deinem Ziel (Karrieresprung, Gehaltserhöhung, Berufswechsel), deiner Disziplin (drei bis vier Jahre neben dem Job studieren erfordert echtes Durchhaltevermögen) und deinem Budget (200 bis 400 Euro monatlich für ein serioeeses Fernstudium).
Was ein Fernstudium kostet – die ehrliche Rechnung
Staatliche Fernunis (FernUni Hagen): Ca. 1.500 bis 2.500 Euro gesamt für einen Bachelor (die günstigste Option – staatlich, akkreditiert, anerkannt). Private Fernhochschulen (IU, AKAD, Euro-FH, Wilhelm Büchner, SRH): 10.000 bis 15.000 Euro gesamt für einen Bachelor (ca. 200 bis 400 Euro monatlich über 36 bis 48 Monate). Manche bieten Rabatte für Arbeitnehmer, Bundeswehrangehoerige oder bei Vorauszahlung. Die wichtigste Frage: Ist der Abschluss staatlich anerkannt und akkreditiert? Nur akkreditierte Abschlüsse (prüfe auf akkreditierungsrat.de) sind bei Arbeitgebern gleichwertig mit einem Präsenzstudium. Finger weg von nicht-akkreditierten Anbietern, egal wie günstig sie sind. Steuerlich absetzbar: Die Studiengebuehren sind als Werbungskosten (Zweitstudium) oder Sonderausgaben (Erststudium, maximal 6.000 Euro pro Jahr) von der Steuer absetzbar – das reduziert die realen Kosten um 30 bis 40 Prozent. Zum Thema Karriere auch unser Urlaubsanspruch-Ratgeber.
Fazit: Ein Fernstudium lohnt sich – wenn du es durchziehst
Absolventen von Fernstudiengaengen verdienen im Schnitt 10.000 bis 15.000 Euro mehr pro Jahr als ohne Abschluss – die Investition von 10.000 bis 15.000 Euro amortisiert sich also im ersten Jahr nach dem Abschluss. Aber: Die Abbruchquote liegt bei 50 bis 70 Prozent. Wer es durchzieht, wird belohnt. Wer nach sechs Monaten aufgibt, hat Geld verloren. Überlege ehrlich, ob du die Disziplin hast – und wenn ja, fang an.


