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Gerstenkorn am Auge: Hausmittel, die wirklich helfen, und wann du zum Arzt musst

Ein schmerzhafter, roter Knubbel am Augenlid, der juckt, drückt und das Auge anschwellen lässt – ein Gerstenkorn (Hordeolum) ist eine bakterielle Infektion der Lidranddrüsen und eine der häufigsten Augenerkrankungen überhaupt. Fast jeder Mensch bekommt im Laufe seines Lebens mindestens einmal ein Gerstenkorn. In den meisten Fällen heilt es innerhalb einer Woche von alleine ab – wenn du weißt, was du tun und was du lassen solltest.

Was sofort hilft

Warme Kompressen sind das wirksamste Hausmittel: Ein sauberes Tuch in warmem (nicht heißem) Wasser tränken und 10 bis 15 Minuten auf das geschlossene Auge legen. Dreimal täglich wiederholen. Die Wärme fördert die Durchblutung, regt die Reifung des Gerstenkorns an und beschleunigt das Abheilen. Auf KEINEN Fall ausdrücken – das verteilt die Bakterien und kann eine schwere Infektion verursachen. Keine Kontaktlinsen tragen, bis das Gerstenkorn abgeheilt ist. Und kein Augen-Make-up, das die Infektion verschlimmern oder auf das andere Auge übertragen kann.

Wann zum Arzt

Wenn das Gerstenkorn nach einer Woche nicht kleiner wird. Wenn die Schwellung so stark ist, dass du das Auge nicht mehr öffnen kannst. Wenn Sehstörungen auftreten. Wenn Fieber dazukommt. Und wenn Gerstenkörner immer wieder auftreten – dann liegt möglicherweise eine chronische Lidrandentzündung (Blepharitis) oder ein geschwächtes Immunsystem zugrunde. Der Augenarzt kann antibiotische Augentropfen oder -salben verschreiben und in hartnäckigen Fällen das Gerstenkorn unter lokaler Betäubung öffnen.

Ein Gerstenkorn ist lästig, aber fast immer harmlos. Wärme, Geduld und saubere Hände – mehr braucht es in den meisten Fällen nicht.

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