Du hast eine Putzhilfe – und sie arbeitet schwarz. Damit bist du nicht allein: 80 Prozent aller Haushaltshilfen in Deutschland arbeiten ohne Anmeldung. Das ist illegal (für beide Seiten), riskant (keine Unfallversicherung, kein Kündigungsschutz) und dumm – denn eine legal angemeldete Haushaltshilfe ist steuerlich absetzbar und kostet dich am Ende weniger als eine schwarze.
Wie du eine Haushaltshilfe als Minijob anmeldest
Das Haushaltsscheck-Verfahren der Minijob-Zentrale macht die Anmeldung kinderleicht: Online-Formular auf minijob-zentrale.de ausfüllen (10 Minuten), Gehaltshöhe angeben (maximal 556 Euro monatlich für einen Minijob), die Minijob-Zentrale berechnet automatisch die Abgaben und bucht sie halbjsehrlich ab. Deine Kosten als Arbeitgeber: Auf das Gehalt zahlst du ca. 14,8 Prozent Pauschalabgaben (Krankenversicherung 5 %, Rentenversicherung 5 %, Unfallversicherung 1,6 %, Lohnsteuer 2 %, Umlagen 1,2 %). Bei 500 Euro Monatsgehalt: ca. 74 Euro Abgaben = 574 Euro Gesamtkosten. Davon setzt du 20 Prozent als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer ab – maximal 510 Euro pro Jahr. Bei 574 Euro monatlich = 6.888 Euro jährlich × 20 % = 1.377 Euro Steuerersparnis (gedeckelt bei 510 Euro für Minijobs im Haushaltsscheck-Verfahren). Reale Kosten nach Steuerersparnis: 6.888 – 510 = 6.378 Euro jährlich = 531 Euro monatlich. Zum Thema Finanzen auch unser Brutto-Netto-Ratgeber.
Fazit: 10 Minuten Anmeldung, Steuerersparnis und Unfallschutz – es gibt keinen Grund für Schwarzarbeit
Melde deine Haushaltshilfe an – heute noch, online, in 10 Minuten. Du sparst Steuern, deine Putzhilfe ist unfallversichert und du riskierst kein Bußgeld mehr. Einfacher geht Legalität nicht.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und journalistischen Aufbereitung. Er stellt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung dar und ersetzt keine individuelle Beratung im Einzelfall. Gesetze, Fristen, Beitragssätze und die Rechtsprechung ändern sich laufend – trotz sorgfältiger Recherche können Angaben überholt oder unvollständig sein. Für verbindliche Auskünfte wende dich bitte an eine Rechtsanwältin, einen Steuerberater, deine Behörde oder eine Verbraucherzentrale. Eine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden, ist ausgeschlossen.


