Roter Kopf, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel nach einem Tag in der Sonne – das klingt nach Sonnenstich und ist es meistens auch. Ein Sonnenstich (Insolation) entsteht, wenn die Sonne zu lange auf den ungeschützten Kopf und Nacken scheint und die Hirnhäute reizt. Besonders gefährdet: Kinder (dünnere Schädeldecke), Glatzenträger und alle, die bei der Gartenarbeit, beim Sport oder am Strand vergessen, eine Mütze aufzusetzen.
Die Symptome – und der Unterschied zum Hitzschlag
Sonnenstich: Roter, heißer Kopf bei normaler Körpertemperatur, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Nackensteifigkeit. Tritt oft erst Stunden nach der Sonnenexposition auf – du merkst es abends, obwohl es mittags passiert ist. Hitzschlag (Notfall!): Körpertemperatur über 40 Grad, heiße und trockene Haut (kein Schwitzen mehr), Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit. Ein Hitzschlag ist lebensbedrohlich – sofort 112 rufen. Was du bei einem Sonnenstich sofort tun musst: Raus aus der Sonne, in den Schatten oder einen kühlen Raum. Oberkörper erhöht lagern (Kopf hoch). Kühle, feuchte Tücher auf Stirn, Nacken und Handgelenke legen. Viel trinken (Wasser, kein Alkohol, kein Koffein). Bei Übelkeit kleine Schlucke – nicht auf einmal trinken. Ruhe halten, nicht körperlich anstrengen.
Zum Arzt oder Notruf, wenn: Fieber über 39 Grad auftritt, Erbrechen nicht aufhört, Nackensteifigkeit stark wird (Verdacht auf Hirnhautentzündung), die Person verwirrt ist oder das Bewusstsein verliert. Bei Kindern unter drei Jahren: Immer zum Arzt, auch bei leichten Symptomen – kleine Kinder können einen Sonnenstich schlechter kompensieren. Vorbeugung: Kopfbedeckung mit breiter Krempe (der beste Schutz überhaupt), Mittagssonne meiden (11 bis 15 Uhr), regelmäßig Schatten aufsuchen, viel trinken und helle Kleidung tragen. Zum Thema Sommer auch unser Sonnenschutz-Ratgeber.
Fazit: Mütze auf, Wasser trinken und Mittagssonne meiden – dann passiert nichts
Ein Sonnenstich ist unangenehm, aber in den meisten Fällen harmlos und nach ein bis zwei Tagen überstanden. Vorbeugung ist einfacher als Behandlung: Kopfbedeckung und Wasser – mehr brauchst du nicht.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose, Beratung oder Behandlung. Er stellt keine medizinische Empfehlung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden, vor der Einnahme von Präparaten sowie in Schwangerschaft und Stillzeit wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Apotheke. Im Notfall wähle den Notruf 112. Trotz sorgfältiger Recherche kann für die Aktualität und Vollständigkeit der Angaben keine Gewähr übernommen werden.


