Taubes Kribbeln in den Fingern, das dich nachts aufweckt. Ein Gefühl, als würden Nadeln in Daumen, Zeige- und Mittelfinger stechen. Dinge fallen dir aus der Hand, weil die Kraft nachlässt. Das Karpaltunnelsyndrom ist die häufigste Nerveneinklemmung überhaupt – und Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer, besonders in der Schwangerschaft und in den Wechseljahren.
Konservative Behandlung vs. Operation
Bei leichten Symptomen helfen Nachtschienen, die das Handgelenk in einer neutralen Position halten und den Nerv entlasten. Cortisoninjektionen können die Schwellung im Karpaltunnel vorübergehend reduzieren. Ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz – Mauspad mit Handgelenkauflage, ergonomische Tastatur – können die Belastung verringern. Wenn die Symptome trotz konservativer Behandlung nach drei bis sechs Monaten nicht besser werden oder eine zunehmende Muskelschwäche auftritt, ist eine operative Spaltung des Karpalbandes sinnvoll. Der Eingriff dauert 15 Minuten unter lokaler Betäubung und hat eine Erfolgsrate von über 90 Prozent.
Warte nicht zu lange mit der Behandlung – je länger der Nerv eingeklemmt ist, desto größer das Risiko bleibender Schäden.


