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Küchenmesser: Welches Messer du wirklich brauchst, wie du es schärfst und warum ein gutes Messer das wichtigste Küchenwerkzeug ist

Kuechenmesser: Welches Messer du wirklich brauchst, wie du es schaerfst und warum ein gutes Messer das wichtigste Kuechenwerkzeug ist

Ein stumpfes Messer ist das frustrierendste und gefährlichste Werkzeug in der Küche – du musst mehr Kraft aufwenden, rutschst häufiger ab und schneidest dich paradoxerweise öfter als mit einem scharfen Messer. Trotzdem kochen die meisten Menschen mit Messern, die seit Jahren nicht geschärft wurden, und besitzen ein Set aus zehn Messern, von denen sie drei benutzen. Die Wahrheit: Du brauchst drei Messer, nicht zehn. Und du brauchst sie scharf – nicht teuer, nicht japanisch, nicht mit Damastklinge, sondern einfach scharf.

Die drei Messer, die alles können

Das Kochmesser (Chef’s Knife, 18 bis 21 Zentimeter): Dein Hauptmesser für 80 Prozent aller Schneidarbeiten – Gemüse, Fleisch, Kräuter, Nüsse. Die breite Klinge erlaubt eine Wiegebewegung (Kräuter hacken) und das Gewicht erledigt einen Teil der Arbeit für dich. Ein gutes Kochmesser kostet 30 bis 80 Euro (Victorinox Swiss Classic für Anfänger, Wuesthof Pro oder Zwilling Four Star als Upgrade) und hält bei richtiger Pflege ein Leben lang.

Das Schälmesser (Paring Knife, acht bis zehn Zentimeter): Für alles, was für das Kochmesser zu klein ist – Knoblauch schälen, Erdbeeren entkelchen, kleine Schnitte und Praezisionsarbeit. Klein, wendig und günstig (zehn bis 20 Euro). Das Brotmesser (Wellenschliff, 20 bis 23 Zentimeter): Der Wellenschliff schneidet Kruste, ohne das weiche Innere zu quetschen – auch für Tomaten, Kuchen und alles mit harter Schale und weichem Kern. Muss selten bis nie geschärft werden, weil der Wellenschliff sich selbst nachschaerft. Diese drei Messer ersetzen jedes Zehn-Messer-Set für 200 Euro, das im Messerblock steht und verstaubt. Zum Thema Kochen auch unser Pasta-Saucen-Ratgeber.

Messer schärfen: Einfacher als du denkst

Ein Wetzstahl (der Stab, der in jedem Messerblock steckt und den niemand benutzt) ist kein Schärfer – er richtet die Schneide auf, die sich beim Gebrauch leicht zur Seite biegt. Vor jedem Kochen fünf bis zehn Züge pro Seite über den Wetzstahl – das hält die Schneide wochenlang scharf. Wenn das Messer trotz Wetzstahl stumpf ist, muss es geschärft werden: Ein Schleifstein (1000/3000er Körnung, ab 15 Euro) ist die beste Methode – Messer im 15-Grad-Winkel über den nassen Stein ziehen, zehn bis 20 Züge pro Seite, abwechselnd grobe und feine Seite. Dauert fünf Minuten und macht das Messer schärfer als neu.

Wenn dir Schleifsteine zu kompliziert sind: Durchzugsschaerfer (zehn bis 30 Euro) sind die anfaengerfreundliche Alternative – Messer durchziehen, fertig. Die Ergebnisse sind nicht so fein wie beim Schleifstein, aber tausendmal besser als ein stumpfes Messer. Professionelles Schärfen beim Scherenschleifer kostet fünf bis zehn Euro pro Messer und ist ein- bis zweimal im Jahr für hochwertige Messer eine gute Investition. Was Messer tötet: Die Spuelmaschine (die Hitze, das Salz und das Aneinanderschlagen mit anderem Besteck zerstören die Schneide), Glasschneidebretter (zu hart – immer Holz oder Kunststoff verwenden), nasses Liegenlassen (Rost, auch bei Edelstahl) und der Messerblock ohne Magnetleiste (die Schneide reibt beim Ein- und Ausziehen am Holz).

Fazit: Drei Messer, scharf gehalten – mehr braucht keine Küche

Ein Kochmesser, ein Schaelmesser und ein Brotmesser – drei Messer für 50 bis 120 Euro, die zusammen jede Schneidaufgabe in der Küche abdecken. Vor jedem Kochen den Wetzstahl benutzen, zweimal im Jahr schärfen und nie in die Spuelmaschine – das ist die gesamte Pflege. Ein scharfes Messer macht Kochen schneller, sicherer und deutlich mehr Spaß. Investiere in ein gutes Kochmesser statt in ein billiges Set – deine Hände und dein Essen werden es dir danken.

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