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Obstbäume im Garten: Wie du den richtigen Baum wählst, ihn pflanzt, pflegst und schon im zweiten Jahr eigenes Obst erntest

Obstbaeume im Garten: Wie du den richtigen Baum waehlst, ihn pflanzt, pflegst und schon im zweiten Jahr eigenes Obst erntest

Einen Obstbaum zu pflanzen ist eine der lohnendsten Entscheidungen, die du für deinen Garten treffen kannst – er liefert jahrzehntelang frisches Obst, bietet Schatten im Sommer, blüht wunderschön im Frühling und steigert den Wert deines Grundstücks. Und es ist einfacher, als du denkst: Den richtigen Baum kaufen, richtig pflanzen und ein- bis zweimal im Jahr schneiden – das ist die gesamte Pflege, die ein Obstbaum braucht, um kiloweise Äpfel, Birnen, Pflaumen oder Kirschen zu liefern.

Die richtige Sorte für deinen Garten

Äpfel sind die unkompliziertesten Obstbäume für Anfänger: Robust, frosthart und ertragreich. Auf Zwergunterlage (M9 oder M26) bleiben sie klein genug für jeden Garten und tragen schon im zweiten Jahr. Sorten wie Elstar, Topaz und Rewena sind krankheitsresistent und pflegeleicht. Birnen brauchen einen warmen, geschützten Standort und am besten einen zweiten Birnbaum als Bestaeuber in der Nähe. Pflaumen und Zwetschgen (Hauszwetsche ist die klassische Anfaengersorte) sind genügsam und tragen reichlich, auch als Einzelbaum. Kirschen wachsen schnell und tragen früh, brauchen aber Platz – Sueskirschen werden groß, Sauerkirschen bleiben kompakter.

Für kleine Gärten und Balkone: Saeulenbaeume (schlanke Zuchtform, maximal zwei Meter hoch, wächst in großen Kübeln) und Spalierobst (flach an der Hauswand gezogen – nutzt vertikale Fläche und profitiert von der Wärme der Hausmauer). Ein Apfel am Spalier liefert zehn bis 20 Kilogramm Äpfel pro Jahr auf einer Fläche von zwei mal drei Metern – das ist mehr Obst, als du essen kannst, auf der Fläche eines Küchenschranks. Zum Thema Garten auch unser Kompost-Ratgeber.

Pflanzen, Pflegen und Schneiden

Die beste Pflanzzeit ist der Herbst (Oktober bis November) – der Baum kann über den Winter Wurzeln bilden und startet im Frühling kräftig durch. Pflanzloch doppelt so breit und genauso tief wie der Wurzelballen, Erde mit Kompost mischen, Baum einsetzen (Veredlungsstelle muss über der Erde bleiben), festtreten, gründlich gießen und einen Stuetzpfahl setzen (die ersten zwei bis drei Jahre, bis der Baum stabil steht). Die ersten zwei Sommer regelmäßig gießen, danach kommen die Wurzeln selbst an Wasser.

Der jährliche Schnitt ist das Wichtigste an der Obstbaumpflege – und das, wovor Anfänger die größte Angst haben. Dabei ist es einfach: Im Februar oder März (bevor die Blätter austreiben) alle Äste entfernen, die nach innen wachsen (lassen kein Licht und keine Luft durch), sich kreuzen oder übereinander liegen, senkrecht nach oben wachsen (Wasserschosse – treiben viel Laub, aber keine Früchte) oder krank oder abgestorben sind. Das Ziel: Eine offene, lichtdurchflutete Krone, die aussieht wie ein Weinglas – außen Äste, innen Luft und Licht. Im Zweifelsfall lieber zu wenig als zu viel schneiden – der Baum wächst nach, aber ein zu starker Rueckschnitt stresst ihn.

Fazit: Ein Obstbaum ist ein Geschenk für Jahrzehnte

Ein Obstbaum kostet 15 bis 40 Euro im Gartenmarkt und trägt 30 bis 80 Jahre lang Früchte – es gibt keine günstigere Quelle für frisches, biologisches Obst. Pflanze diesen Herbst einen Apfelbaum, schneide ihn einmal im Jahr und ernte ab dem zweiten Jahr eigene Äpfel, die besser schmecken als alles aus dem Supermarkt. Dein zukünftiges Ich (und deine Kinder, und deren Kinder) wird dir dankbar sein.

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