Die Riester-Rente hat einen schlechten Ruf – zu Unrecht, zumindest wenn du Mutter bist. Denn für kaum eine andere Zielgruppe ist die staatliche Förderung so attraktiv wie für Frauen mit Kindern. Pro Kind bekommst du 300 Euro Zulage im Jahr – geschenkt, vom Staat. Bei zwei Kindern sind das 600 Euro jährlich, die in deine Altersvorsorge fließen, ohne dass du dafür viel einzahlen musst. Trotzdem nutzen erschreckend wenige Mütter diese Möglichkeit. Hier erfährst du, warum das ein teurer Fehler ist und wie du das Maximum herausholst.
So funktioniert die Riester-Förderung für Mütter
Die Riester-Rente besteht aus zwei Teilen: deinem Eigenbeitrag und den staatlichen Zulagen. Die Grundzulage beträgt 175 Euro pro Jahr. Dazu kommen 300 Euro Kinderzulage für jedes nach 2008 geborene Kind. Bei zwei Kindern sind das bereits 775 Euro staatliche Förderung pro Jahr. Der Clou: Als Mutter in Elternzeit oder mit geringem Einkommen reicht ein Mindestbeitrag von 60 Euro im Jahr – das sind gerade einmal 5 Euro pro Monat –, um die volle Zulage zu erhalten. Wo bekommst du sonst 775 Euro geschenkt für 60 Euro Einsatz? Nirgendwo.
Welche Riester-Form ist die richtige?
Es gibt verschiedene Riester-Varianten: Banksparpläne, Fondssparpläne, Versicherungen und Wohn-Riester. Für jüngere Frauen mit langem Anlagehorizont sind fondsgebundene Riester-Verträge am interessantesten, weil sie die Chance auf höhere Renditen bieten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wählt einen klassischen Riester-Banksparplan. Und wer eine Immobilie kaufen möchte, kann das angesparte Guthaben über Wohn-Riester für den Hauskauf nutzen. Wichtig: Vergleiche die Kosten verschiedener Anbieter – die Gebührenunterschiede sind enorm und fressen bei teuren Anbietern einen Großteil der Rendite auf.
Häufige Fehler, die Mütter bei der Riester-Rente machen
Fehler Nummer eins: Die Zulagen nicht beantragen. Die Zulagen fließen nicht automatisch – du musst einen Dauerzulageantrag stellen, den du einmal bei deinem Riester-Anbieter einrichst. Vergisst du das, verschenkst du jedes Jahr hunderte Euro. Fehler Nummer zwei: Den Vertrag während der Elternzeit kündigen. Auch in der Elternzeit kannst du mit dem Mindestbeitrag weitersparen und trotzdem die vollen Zulagen kassieren. Fehler Nummer drei: Die Steuerersparnis nicht nutzen. Riester-Beiträge sind als Sonderausgaben absetzbar – das kann in der Steuererklärung mehrere hundert Euro zusätzlich bringen.
Die Riester-Rente ist kein perfektes Produkt, aber für Mütter mit Kindern ist sie eines der besten Geschenke, die der Staat zu bieten hat. Fünf Euro im Monat einzahlen, 775 Euro Zulagen kassieren, Steuervorteile mitnehmen – das ist kein Deal, den man liegen lässt. Informiere dich bei deiner Bank oder einem unabhängigen Finanzberater und sichere dir die Förderung, die dir zusteht.


