Herzrasen, Gewichtsverlust trotz normalem Appetit, innere Unruhe, Schlafstörungen, Durchfall und zitternde Hände – eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) wird bei Frauen häufig als Stress, Angststörung oder Wechseljahresbeschwerden fehlinterpretiert. Dabei ist die Diagnose einfach: Ein einziger Bluttest auf TSH, fT3 und fT4 bringt Klarheit.
Die häufigsten Ursachen bei Frauen
Morbus Basedow ist die häufigste Ursache – eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse zur Überproduktion anregt. Typisch sind hervortretende Augen und ein Druckgefühl hinter den Augen. Heiße Schilddrüsenknoten können autonom Hormone produzieren und eine Überfunktion verursachen. Und eine Überdosierung von L-Thyroxin bei Frauen mit Schilddrüsenunterfunktion ist ebenfalls eine häufige Ursache – lass regelmäßig deine Werte kontrollieren.
Behandlung: Medikamente, Radiojod oder Operation
Thyreostatika wie Carbimazol oder Thiamazol bremsen die Hormonproduktion und werden als Erstbehandlung eingesetzt. Bei Morbus Basedow wird zunächst 12 bis 18 Monate medikamentös behandelt – bei etwa der Hälfte der Patientinnen tritt danach eine dauerhafte Remission ein. Wenn nicht, kommt eine Radiojodtherapie oder Operation in Frage. Beide Verfahren sind sicher und effektiv – dein Endokrinologe hilft dir bei der Entscheidung.
Eine Schilddrüsenüberfunktion ist gut behandelbar, wenn sie erkannt wird. Lass deine Schilddrüsenwerte prüfen, wenn du unerklärliche Symptome hast.


