Dein SCHUFA-Score entscheidet, ob du einen Kredit bekommst, wie hoch dein Zinssatz ist, ob du die Wohnung bekommst und ob dein Mobilfunkvertrag genehmigt wird – und die meisten Menschen kennen ihren Score nicht einmal. Er liegt zwischen 0 und 100 Prozent, wobei über 95 Prozent als ausgezeichnet gilt und unter 90 Prozent bereits Probleme verursachen kann. Das Gute: Du kannst deinen Score aktiv verbessern – und der erste Schritt kostet nichts.
Was deinen SCHUFA-Score beeinflusst
Zahlungsverhalten: Rechnungen und Raten pünktlich zahlen ist der wichtigste Faktor. Eine einzige vergessene Rechnung, die zum Mahnbescheid wird, kann deinen Score um 20 bis 30 Punkte drücken – und der Eintrag bleibt drei Jahre bestehen. Kreditkarten und Konten: Zu viele gleichzeitige Kreditkarten und Girokonten senken den Score – die SCHUFA wertet viele Konten als Zeichen finanzieller Instabilität. Zwei bis drei Konten sind optimal, sieben oder mehr sind problematisch. Kreditanfragen: Jede Kreditanfrage wird gespeichert. Stellst du bei fünf Banken gleichzeitig eine Kreditanfrage, sinkt dein Score. Besser: Konditionsanfragen stellen (werden nicht negativ gewertet) oder Vergleichsportale nutzen, die nur Konditionsanfragen senden. Alter der Geschäftsbeziehungen: Lange bestehende Konten und Verträge werden positiv bewertet. Ein Konto, das seit 15 Jahren besteht, hilft deinem Score mehr als drei neue Konten. Zum Thema Finanzen auch unser Girokonto-Ratgeber.
Fazit: Score prüfen, alte Einträge löschen lassen, Konten aufräumen
Fordere deine kostenlose SCHUFA-Datenkopie an (meineschufa.de, einmal jährlich kostenlos), prüfe auf falsche Einträge (jeder dritte Datensatz enthält Fehler) und lasse veraltete oder falsche Einträge löschen. Kündige ungenutzte Kreditkarten und Konten und zahle alles pünktlich – in sechs bis zwölf Monaten wirst du eine deutliche Verbesserung sehen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und journalistischen Aufbereitung. Er stellt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung dar und ersetzt keine individuelle Beratung im Einzelfall. Gesetze, Fristen, Beitragssätze und die Rechtsprechung ändern sich laufend – trotz sorgfältiger Recherche können Angaben überholt oder unvollständig sein. Für verbindliche Auskünfte wende dich bitte an eine Rechtsanwältin, einen Steuerberater, deine Behörde oder eine Verbraucherzentrale. Eine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden, ist ausgeschlossen.


