Das Brennen hinter dem Brustbein, der saure Geschmack im Mund und das Gefühl, dass die Magensäure nach oben drückt – Sodbrennen kennen 20 Prozent der Deutschen mindestens einmal pro Woche. Gelegentlich ist es harmlos, chronisch kann es die Speiseröhre schädigen und das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöhen. Hier ist, was sofort hilft, was die Ursachen sind und wann du zum Arzt musst.
Was sofort hilft – und was nicht
Sofort wirksam: Natron (ein halber Teelöffel in einem Glas Wasser neutralisiert die Magensäure – aber nur als Notlösung, nicht regelmäßig, da Natron den Säure-Basen-Haushalt stört). Antazida (Maaloxan, Rennie – frei verkäuflich, neutralisieren die Säure im Magen, wirken in Minuten). Kühle Milch (ein Glas neutralisiert kurzfristig, aber Milch regt langfristig die Säure-Produktion an – also nur als Notlösung). Kaugummi kauen (regt den Speichelfluss an, der die Säure in der Speiseröhre neutralisiert – überraschend wirksam). Was nicht hilft: Liegend schlafen direkt nach dem Essen (Oberkoeeper hochlagern hilft, flach liegen verschlimmert). Enge Kleidung (drückt auf den Magen und fördert den Reflux). Langfristige Lösung: Ernährung anpassen (weniger Fett, Kaffee, Alkohol, Zitrusfrüchte, Schokolade, scharfes Essen), letztes Essen drei Stunden vor dem Schlafen, Oberkoeorper im Bett hochlagern (15 bis 20 cm) und Übergewicht reduzieren (viszerales Fett drückt auf den Magen). Zum Thema Gesundheit auch unser Magnesium-Ratgeber.
Fazit: Gelegentlich harmlos, chronisch gefährlich – nimm es ernst
Wenn Sodbrennen mehr als zweimal pro Woche auftritt, solltest du zum Gaströnterologen – eine Magenspiegelung klärt, ob die Speiseröhre bereits geschädigt ist. Nicht ignorieren, nicht mit Natron wegdrücken, sondern die Ursache behandeln.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose, Beratung oder Behandlung. Er stellt keine medizinische Empfehlung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden, vor der Einnahme von Präparaten sowie in Schwangerschaft und Stillzeit wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Apotheke. Im Notfall wähle den Notruf 112. Trotz sorgfältiger Recherche kann für die Aktualität und Vollständigkeit der Angaben keine Gewähr übernommen werden.


