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Seborrhoisches Ekzem im Gesicht: Warum die schuppige Haut nicht verschwindet und was Dermatologen raten

Rote, schuppige Stellen an den Augenbrauen, um die Nase herum und am Haaransatz – das seborrhoische Ekzem ist eine der häufigsten Hauterkrankungen bei Erwachsenen und wird oft mit trockener Haut, Neurodermitis oder sogar mangelnder Hygiene verwechselt. Tatsächlich ist es eine entzündliche Hautreaktion auf einen Hefepilz, der auf jeder Haut lebt – Malassezia. Bei etwa 5 Prozent der Bevölkerung reagiert die Haut überempfindlich auf diesen Pilz, und das Ergebnis sind hartnäckige Schuppen, die immer wiederkommen.

Warum herkömmliche Pflege das Problem verschlimmert

Der größte Fehler: Fettige Cremes auf die betroffenen Stellen auftragen. Malassezia ernährt sich von bestimmten Fetten (Lipiden) in Pflegeprodukten. Je reichhaltiger die Creme, desto besser gedeiht der Pilz. Auch Öle wie Kokosöl, Olivenöl oder Arganöl können das Ekzem verschlimmern. Die richtige Pflege ist leicht, ölarm und enthält pilzhemmende Wirkstoffe. Ketoconazol-haltige Cremes und Shampoos sind die Standardbehandlung und in der Apotheke ohne Rezept erhältlich. Zinkpyrithion und Selendisulfid in medizinischen Shampoos helfen bei Befall am Haaransatz.

Langfristige Strategie: Schübe kontrollieren

Das seborrhoische Ekzem ist chronisch – es kommt und geht in Schüben. Stress, Schlafmangel, Alkohol und Kälte sind typische Trigger. Eine Dauertherapie mit einem Ketoconazol-Shampoo ein- bis zweimal pro Woche als Erhaltungstherapie kann Schübe deutlich reduzieren. Für das Gesicht eignet sich eine leichte, fungizidfreie Feuchtigkeitscreme mit Hyaluronsäure und Niacinamid – sie spendet Feuchtigkeit, ohne den Pilz zu füttern. Bei schweren Schüben verschreibt der Dermatologe kurzfristig eine schwach dosierte Cortisoncreme, die die Entzündung schnell lindert.

Seborrhoisches Ekzem ist lästig, aber gut kontrollierbar. Verstehe die Ursache, meide die Trigger und setze auf die richtigen Produkte. Deine Haut wird es dir danken.

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