Plötzlich eine harte, schmerzhafte Stelle in der Brust, die sich heiß anfühlt und bei Berührung wehtut. Wenn du stillst und diese Symptome hast, ist es wahrscheinlich ein Milchstau – und du musst jetzt schnell handeln, bevor daraus eine Brustentzündung wird. Milchstau ist häufig, meist harmlos und in den meisten Fällen innerhalb von 24 bis 48 Stunden mit den richtigen Maßnahmen aufgelöst. Hier erfährst du, was sofort hilft.
Soforthilfe bei Milchstau
Häufiges Anlegen an der betroffenen Seite – alle ein bis zwei Stunden, auch nachts. Positioniere das Baby so, dass sein Kinn in Richtung der verhärteten Stelle zeigt – dort ist der Saugdruck am stärksten. Vor dem Anlegen sanft ausstreichen oder unter der warmen Dusche massieren, um den Milchfluss anzuregen. Warme Umschläge vor dem Stillen, kalte Umschläge danach – Quarkwickel oder gekühlte Kohlblätter wirken abschwellend. Und ausruhen: Milchstau entsteht oft durch Stress und Erschöpfung. Dein Körper braucht Ruhe, um sich zu regulieren. Wenn du Stillprobleme hast, suche früh Hilfe bei einer Stillberaterin.
Wann du zum Arzt musst
Wenn Fieber über 38,5 Grad dazukommt, wenn sich die Rötung ausbreitet, wenn grippeähnliche Symptome auftreten oder wenn der Milchstau nach 48 Stunden nicht besser wird – dann hat sich wahrscheinlich eine Brustentzündung entwickelt. Ein stillverträgliches Antibiotikum bringt schnell Besserung. Und nein: Du musst wegen einer Brustentzündung NICHT abstillen – im Gegenteil, häufiges Stillen ist Teil der Behandlung.
Milchstau ist schmerzhaft und beängstigend, aber in den meisten Fällen schnell in den Griff zu bekommen. Handle sofort, ruhe dich aus und scheue dich nicht, Hilfe zu holen.


