Knacken im Kiefer, Schmerzen beim Kauen, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen und ein Gefühl, als wäre der Kiefer ständig verspannt – die craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) betrifft rund 8 Prozent der Bevölkerung, Frauen dreimal häufiger als Männer. Oft ist der Auslöser Stress, der sich in nächtlichem Zähneknirschen entlädt.
CMD erkennen: Symptome, die oft fehlinterpretiert werden
CMD-Symptome streuen weit über den Kiefer hinaus: Kopfschmerzen, die als Spannungskopfschmerz diagnostiziert werden. Ohrenschmerzen ohne HNO-Befund. Nackenverspannungen und Schulterschmerzen. Tinnitus. Schwindel. Und sogar Zahnschmerzen ohne zahnärztlichen Befund. Wenn du mehrere dieser Symptome hast und dein Zahnarzt Schleifspuren an den Zähnen feststellt, liegt CMD sehr wahrscheinlich vor.
Behandlung: Aufbissschiene, Physiotherapie und Stressmanagement
Eine Aufbissschiene – individuell vom Zahnarzt angepasst – schützt die Zähne vor Abrieb und entspannt die Kaumuskulatur. Physiotherapie für das Kiefergelenk und die umliegende Muskulatur kann Verspannungen lösen. Und Stressmanagement ist der Schlüssel, um den Auslöser zu beseitigen: Yoga, progressive Muskelentspannung und bewusstes Entspannen des Kiefers im Alltag. Die Aufbissschiene wird von der Krankenkasse bezahlt, die Physiotherapie auf Verordnung ebenfalls.
CMD ist behandelbar – aber sie wird selten als Erstes erkannt. Sprich deinen Zahnarzt aktiv darauf an, wenn du die Symptome wiedererkennst.


