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Achillessehnenentzündung: Warum Läuferinnen besonders betroffen sind und wie du sie behandelst

Schmerzen oberhalb der Ferse, die beim Joggen zunehmen und morgens beim Aufstehen besonders stark sind – eine Achillessehnenentzündung ist die häufigste Überlastungsverletzung bei Läuferinnen. Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des Körpers, aber sie hat eine Schwachstelle: Sie wird schlecht durchblutet, heilt langsam und verzeiht keine Überlastung.

Warum Frauen besonders gefährdet sind

Häufiges Tragen von Schuhen mit Absatz verkürzt die Wadenmuskulatur und die Achillessehne. Wenn du dann plötzlich in flache Laufschuhe wechselst, wird die Sehne überdehnt. Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren verschlechtern die Sehnenelastizität. Und zu schnelle Steigerung des Laufumfangs – die klassische Anfänger-Falle – überfordert die Sehne, die sich langsamer anpasst als Muskeln und Ausdauer.

Was hilft: Exzentrisches Training und Geduld

Exzentrisches Wadentraining ist die nachweislich wirksamste Behandlung: Stelle dich auf eine Treppenstufe, hebe dich auf die Zehenspitzen und senke die Fersen langsam unter das Stufenniveau ab. 15 Wiederholungen, 3 Sätze, 2x täglich. Diese Übung stimuliert die Sehnenheilung und stärkt das Gewebe. Dazu: Laufpause für 2-4 Wochen, danach langsamer Wiederaufbau. Kühlen nach Belastung. Weiche, gut gedämpfte Laufschuhe. Und Faszienrolle für die Wadenmuskulatur. Geduld ist entscheidend: Eine Achillessehnenentzündung heilt in 3-6 Monaten, bei chronischen Fällen auch länger.

Die Achillessehne ist dein schwächstes Glied beim Laufen. Pflege sie, fordere sie nicht über, und du wirst viele Jahre schmerzfrei laufen können.

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