Was passiert mit deinen Kindern, wenn dir etwas zustößt? Ein Unfall, eine schwere Krankheit, der schlimmste Fall – wer kümmert sich dann um deine Kinder? Ohne eine Sorgerechtsverfügung entscheidet das Familiengericht, und es wählt möglicherweise jemanden, den du niemals gewählt hättest. Eine Sorgerechtsverfügung ist das wichtigste Dokument, das jede Mutter haben sollte – und es dauert nur eine halbe Stunde, es zu erstellen.
Was eine Sorgerechtsverfügung regelt
Du bestimmst eine oder mehrere Personen, die im Fall deines Todes oder deiner dauerhaften Handlungsunfähigkeit das Sorgerecht für deine Kinder übernehmen sollen. Das Gericht ist an deinen Wunsch grundsätzlich gebunden, solange die benannte Person geeignet ist. Du kannst auch festlegen, wer das Sorgerecht auf KEINEN Fall bekommen soll – zum Beispiel ein gewalttätiger Ex-Partner. Und du kannst die Vermögenssorge getrennt von der Personensorge regeln – eine Person kümmert sich um das Kind, eine andere verwaltet sein Vermögen. Kombiniere die Verfügung mit einer Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung für eine vollständige Absicherung.
So erstellst du die Sorgerechtsverfügung
Handschriftlich verfassen, mit vollem Namen, Datum und Ort unterschreiben. Die benannte Person mit vollem Namen, Geburtsdatum und Adresse benennen. Sprich vorher mit der Person und stelle sicher, dass sie einverstanden ist. Hinterlege die Verfügung beim Amtsgericht (75 Euro einmalig) oder bewahre sie mit deinem Testament an einem sicheren, bekannten Ort auf.
Dieses Dokument zu erstellen ist das Verantwortungsvollste, was du als Mutter tun kannst. Es kostet nichts außer einer halben Stunde und gibt dir die Gewissheit, dass deine Kinder in guten Händen sind – egal was passiert.


