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Bankvollmacht erteilen: Wann sie sinnvoll ist, welche Formen es gibt und was du beachten musst

Du liegst im Krankenhaus, bist auf Reisen, oder im schlimmsten Fall im Koma – und deine Rechnungen müssen bezahlt, der Mietvertrag unterschrieben, die Versicherung gekündigt werden. Wer darf in deinem Namen auf dein Konto zugreifen? Ohne Bankvollmacht: niemand. Nicht dein Ehepartner, nicht deine Kinder, nicht deine beste Freundin. Eine Bankvollmacht ist die einfachste und wichtigste Form der finanziellen Vorsorge – und trotzdem haben die wenigsten eine.

Die zwei wichtigsten Formen der Bankvollmacht

Kontovollmacht: Erteilst du direkt bei deiner Bank. Die bevollmächtigte Person kann über dein Konto verfügen – Überweisungen tätigen, Bargeld abheben, Daueraufträge einrichten. Die Vollmacht gilt über den Tod hinaus, bis die Erben sie widerrufen. Das ist wichtig, weil nach dem Tod das Konto sonst gesperrt wird, bis der Erbschein vorliegt – und das dauert oft Wochen. Vorsorgevollmacht mit Bankklausel: Umfassender als die Kontovollmacht, deckt alle Bankgeschäfte plus weitere Lebensbereiche ab. Muss von der Bank nicht zwingend akzeptiert werden – viele Banken bestehen auf ihrer eigenen Vollmachtsform. Die sicherste Lösung: Beides erstellen. Eine Vorsorgevollmacht für alle Lebensbereiche plus eine separate Kontovollmacht direkt bei der Bank.

So erteilst du die Vollmacht

Gehe mit der bevollmächtigten Person gemeinsam zur Bank. Beide weisen sich mit Personalausweis aus, beide unterschreiben. Die Bank dokumentiert die Vollmacht intern – das ist die sicherste und schnellste Methode. Du kannst die Vollmacht jederzeit widerrufen. Und du solltest regelmäßig prüfen, ob die bevollmächtigte Person noch die richtige Wahl ist – Lebensumstände ändern sich.

Eine Bankvollmacht zu erteilen dauert 15 Minuten bei deiner Bank. Ohne sie können deine Liebsten im Ernstfall nicht auf dein Geld zugreifen – selbst wenn sie es dringend brauchen. Erledige es diese Woche. Es ist einer der wichtigsten finanziellen Schritte, die du unternehmen kannst.

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