in

Betriebliche Altersvorsorge: Wie du die bAV deines Arbeitgebers optimal für dich nutzt

Dein Arbeitgeber bietet eine betriebliche Altersvorsorge an, aber du hast keine Ahnung, ob du sie nutzen solltest? Du bist nicht allein – rund die Hälfte aller Arbeitnehmerinnen verzichtet auf die bAV, obwohl der Arbeitgeber seit 2019 gesetzlich verpflichtet ist, 15 Prozent Zuschuss zu zahlen. Das ist geschenktes Geld, das du für deine Altersvorsorge liegen lässt.

So funktioniert die betriebliche Altersvorsorge

Du zahlst einen Teil deines Bruttogehalts in eine Betriebsrente ein – der Betrag wird vor Steuern und Sozialabgaben abgezogen, du sparst also sofort Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Dein Arbeitgeber legt mindestens 15 Prozent obendrauf. Bei einem Eigenbeitrag von 200 Euro monatlich sind das 30 Euro vom Chef geschenkt – plus 70 bis 90 Euro Steuer- und Sozialversicherungsersparnis. Dein Nettoverlust liegt bei nur 80 bis 100 Euro, dein tatsächlicher Sparbeitrag aber bei 230 Euro.

Die Nachteile, die du kennen musst

Die Betriebsrente muss im Alter versteuert werden und es fallen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an – das reduziert die Netto-Auszahlung. Die Rendite ist bei vielen Direktversicherungen mager, weil die Versicherer konservativ anlegen und hohe Kosten haben. Und bei einem Jobwechsel kann die Übertragung kompliziert sein. Trotzdem: Durch den Arbeitgeberzuschuss und die Steuerersparnis lohnt sich die bAV in den meisten Fällen – besonders wenn der Arbeitgeber mehr als die gesetzlichen 15 Prozent zuschießt. Lass dir von deiner Personalabteilung die konkreten Konditionen zeigen und rechne durch.

Die bAV ist kein perfektes Produkt, aber ein wichtiger Baustein deiner Altersvorsorge. Nimm mindestens den Arbeitgeberzuschuss mit – alles andere wäre Geld verschenken.

Augenringe loswerden: Was wirklich hilft und was rausgeworfenes Geld ist

Beckenschiefstand erkennen: Warum eine Hälfte deines Körpers mehr leidet als die andere