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Amalgam-Füllungen entfernen lassen: Risiken, Kosten und was die Kasse zahlt

Silbrig-graue Füllungen in den Backenzähnen – Amalgam war jahrzehntelang das Standardmaterial für Zahnfüllungen. Doch Amalgam enthält Quecksilber, und immer mehr Frauen wollen die alten Füllungen durch unbedenkliche Materialien ersetzen lassen. Seit 2018 ist Amalgam bei Schwangeren, Stillenden und Kindern unter 15 verboten. Ab 2025 darf es EU-weit gar nicht mehr verwendet werden. Aber was ist mit den Füllungen, die bereits in deinen Zähnen stecken?

Wann eine Entfernung sinnvoll ist

Intakte Amalgam-Füllungen geben laut aktuellem Forschungsstand keine gesundheitsschädlichen Mengen Quecksilber ab. Die Entfernung birgt paradoxerweise ein höheres Risiko als das Belassen, weil beim Ausbohren Quecksilberdampf freigesetzt wird. Eine Entfernung ist sinnvoll, wenn: die Füllung defekt ist (Risse, abgebrochene Ränder), eine Allergie gegen Amalgam-Bestandteile nachgewiesen ist, oder du einen Kinderwunsch hast und auf Nummer sicher gehen möchtest.

Kosten und Kassenleistung

Die Krankenkasse zahlt den Austausch nur, wenn die Füllung defekt ist oder eine nachgewiesene Allergie vorliegt. In diesem Fall übernimmt sie die Kosten für eine Kompositfüllung (zahnfarbener Kunststoff). Auf Wunsch und ohne medizinische Indikation zahlst du den Austausch selbst: 80 bis 200 Euro pro Füllung für Komposit, 300 bis 800 Euro für Keramik-Inlays. Eine Zahnzusatzversicherung kann die Kosten teilweise übernehmen, wenn sie vor der Behandlung abgeschlossen wurde.

Lass dich von deinem Zahnarzt beraten – und wenn du dich für die Entfernung entscheidest, achte darauf, dass der Zahnarzt spezielle Schutzmaßnahmen verwendet: Kofferdam, Absaugung und Sauerstoffversorgung während des Eingriffs.

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