Steife Knie am Morgen, schmerzende Hüften beim Treppensteigen, knackende Finger beim Greifen – Arthrose betrifft in Deutschland rund fünf Millionen Frauen. Ab den Wechseljahren steigt das Risiko steil an, weil der sinkende Östrogenspiegel den Knorpelstoffwechsel verlangsamt. Doch Arthrose ist kein unvermeidliches Altersschicksal – mit der richtigen Behandlung und Bewegung kannst du den Verlauf bremsen und schmerzfrei leben.
Bewegung: Die beste Medizin gegen Arthrose
Es klingt paradox: Bewegung tut weh, aber Nicht-Bewegen macht alles schlimmer. Gelenkknorpel wird nicht über Blutgefäße ernährt, sondern über die Gelenkflüssigkeit – und die wird nur durch Bewegung in den Knorpel gedrückt. Schwimmen, Radfahren, Yoga und Nordic Walking sind die besten Sportarten bei Arthrose: Sie belasten die Gelenke minimal und halten den Knorpel ernährt. Krafttraining für die gelenkumgebende Muskulatur stabilisiert und entlastet das betroffene Gelenk.
Moderne Behandlung: Mehr als Schmerzmittel
Physiotherapie ist die Basisbehandlung. Hyaluronsäure-Injektionen ins Gelenk können als Gleitmittel fungieren und Schmerzen lindern. Eigenbluttherapie (PRP) zeigt in Studien vielversprechende Ergebnisse. Und bei schwerer Arthrose im Knie oder der Hüfte ist ein Gelenkersatz eine Option mit hohen Zufriedenheitsraten. Entzündungshemmende Ernährung mit Omega-3, Kurkuma und wenig Zucker kann die Entzündung im Gelenk reduzieren.
Arthrose lässt sich nicht rückgängig machen, aber aufhalten. Bewege dich, stärke deine Muskeln und lass dich behandeln. Schmerzen sind kein normaler Teil des Älterwerdens.


