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Darmkrebsvorsorge für Frauen: Ab wann du zur Koloskopie gehen solltest und was dich erwartet

Darmkrebs ist die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache in Deutschland – und dabei fast vollständig vermeidbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Eine Koloskopie kann Polypen entfernen, bevor sie bösartig werden. Ab 50 haben Frauen Anspruch auf eine kostenlose Darmspiegelung – doch nur jede fünfte nimmt das Angebot wahr. Hier erfährst du, warum die Vorsorge so wichtig ist, wie die Untersuchung abläuft und warum sie viel weniger unangenehm ist, als du denkst.

Ab wann und wie oft zur Vorsorge?

Ab 50 Jahren: Jährlicher Test auf verstecktes Blut im Stuhl (immunologischer Stuhltest – iFOBT), kostenlos über die Krankenkasse. Ab 55 Jahren: Zwei kostenlose Koloskopien im Abstand von mindestens zehn Jahren. Bei familiärer Belastung (Eltern oder Geschwister mit Darmkrebs) solltest du zehn Jahre vor dem Erkrankungsalter des Angehörigen zur ersten Koloskopie gehen – bei einem Vater, der mit 55 erkrankte, also schon mit 45. Sprich deinen Hausarzt aktiv darauf an.

Wie eine Koloskopie wirklich abläuft

Die Vorbereitung – das Abführen am Vortag – ist der unangenehmste Teil. Du trinkst eine Abführlösung, die den Darm reinigt. Die Untersuchung selbst dauert 15 bis 30 Minuten und wird in den meisten Praxen unter einer leichten Sedierung durchgeführt – du schläfst kurz ein und wachst auf, wenn alles vorbei ist. Die meisten Patientinnen sagen hinterher: War gar nicht so schlimm wie befürchtet. Werden Polypen gefunden, werden sie direkt während der Untersuchung entfernt – schmerzfrei und ambulant.

Eine halbe Stunde Vorsorge kann dein Leben retten. Es gibt keine Ausrede, die gut genug wäre, diese Untersuchung auszulassen.

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