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Depot für Kinder eröffnen: Wie du mit 25 Euro monatlich deinem Kind zum 18. Geburtstag 10.000 Euro schenkst und welche Fehler du vermeiden musst

Depot fuer Kinder eroeffnen: Wie du mit 25 Euro monatlich deinem Kind zum 18. Geburtstag 10.000 Euro schenkst und welche Fehler du vermeiden musst

Sparbuch, Tagesgeld, Bausparvertrag – die klassischen Geldanlagen für Kinder bringen seit Jahren kaum Zinsen und werden von der Inflation aufgefressen. 18 Jahre lang 25 Euro monatlich auf ein Sparbuch (0,5 Prozent Zinsen) ergibt 5.700 Euro – eingezahlt hast du 5.400 Euro, die Zinsen betragen gerade mal 300 Euro. Dieselben 25 Euro monatlich in einen ETF-Sparplan (historisch durchschnittlich sieben Prozent Rendite) ergeben nach 18 Jahren rund 10.500 Euro – fast doppelt so viel, bei identischer monatlicher Belastung. Warum also nicht das tun, was die Finanzwissenschaft seit Jahrzehnten empfiehlt?

Junior-Depot oder eigenes Depot: Was ist besser

Es gibt zwei Wege, für dein Kind zu investieren: Ein Junior-Depot (auf den Namen des Kindes) oder ein Unterdepot in deinem eigenen Namen. Beide haben Vor- und Nachteile. Junior-Depot: Das Geld gehört rechtlich dem Kind – du verwaltest es nur bis zum 18. Geburtstag, dann bekommt das Kind vollen Zugriff. Vorteil: Das Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag (1.000 Euro pro Jahr steuerfrei) und die Erträge belasten nicht deinen eigenen Freibetrag. Nachteil: Du kannst nicht verhindern, dass ein 18-Jähriger das gesamte Geld am Tag nach dem Geburtstag für ein Auto oder eine Weltreise ausgibt – du hast keine Kontrolle mehr.

Unterdepot im eigenen Namen: Du investierst auf deinen eigenen Namen und überträgst das Geld später an das Kind (als Schenkung). Vorteil: Du behaltst die volle Kontrolle und entscheidest, wann und wie viel du dem Kind gibst – mit 18 oder 25 oder stückweise. Nachteil: Die Erträge zählen zu deinem Sparerpauschbetrag und werden bei Überschreitung versteuert. Und: Kindesbezogene Zulagen (wie die Kinderzulage bei Riester, falls du eine hast) können nicht genutzt werden. Für die meisten Familien ist das Unterdepot die pragmatischere Lösung, weil es volle Kontrolle bietet – die Steuerersparnis des Junior-Depots ist bei kleinen Sparraten vernachlässigbar. Zum Thema Geldanlage auch unser ETF-Fehler-Ratgeber.

Welchen ETF und wie viel monatlich

Der ETF für Kinder sollte breit gestreut, günstig und thesaurierend sein: Ein MSCI World oder FTSE All-World ETF erfüllt alle drei Kriterien. Konkrete Empfehlungen: Vanguard FTSE All-World (ISIN: IE00BK5BQT80, TER 0,22 Prozent), iShares Core MSCI World (ISIN: IE00B4L5Y983, TER 0,20 Prozent) oder SPDR MSCI ACWI (ISIN: IE00B44Z5B48, TER 0,12 Prozent). Thesaurierend (Dividenden werden automatisch reinvestiert) ist für langfristigen Vermögensaufbau effizienter als ausschüttend.

Wie viel monatlich: 25 Euro monatlich ergeben bei sieben Prozent Rendite nach 18 Jahren rund 10.500 Euro. 50 Euro ergeben rund 21.000 Euro. 100 Euro ergeben rund 42.000 Euro. Fang mit dem an, was du dir leisten kannst – auch 25 Euro machen über 18 Jahre einen riesigen Unterschied. Großeltern und Paten können dazu beitragen: Statt Spielzeug zum Geburtstag lieber 50 Euro auf den ETF-Sparplan – das Kind hat mit 18 mehr davon als von einem Playmobil-Set, das längst auf dem Dachboden liegt.

Fazit: 18 Jahre Zinseszins sind ein Geschenk für die Zukunft

Depot eröffnen (zehn Minuten online), ETF-Sparplan einrichten (fünf Minuten) und 18 Jahre lang nichts weiter tun außer monatlich 25 bis 100 Euro einzahlen. Kein Aufwand, kein Stress, nur Geduld – und am Ende ein Startkapital, das deinem Kind den Führerschein, die erste Wohnung oder den Beginn eines Studiums finanziert. Das beste Geschenk, das du deinem Kind machen kannst, ist nicht ein weiteres Spielzeug – es ist finanzielle Bildung und ein Depot, das seit seinem ersten Lebensjahr wächst.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und journalistischen Aufbereitung. Er stellt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung dar und ersetzt keine individuelle Beratung im Einzelfall. Gesetze, Fristen, Beitragssätze und die Rechtsprechung ändern sich laufend – trotz sorgfältiger Recherche können Angaben überholt oder unvollständig sein. Für verbindliche Auskünfte wende dich bitte an eine Rechtsanwältin, einen Steuerberater, deine Behörde oder eine Verbraucherzentrale. Eine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden, ist ausgeschlossen.

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