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Welchen Haartyp habe ich? Wie du deinen Haartyp bestimmst, warum es wichtiger ist als jedes Shampoo und welche Pflege dein Haar wirklich braucht

Welchen Haartyp habe ich? Wie du deinen Haartyp bestimmst, warum es wichtiger ist als jedes Shampoo und welche Pflege dein Haar wirklich braucht

Du kaufst Shampoo für trockenes Haar, obwohl dein Problem fettiger Ansatz ist. Du benutzt Volumen-Spray, obwohl dein Haar eigentlich mehr Feuchtigkeit braucht. Du beschwerst feine Haare mit schweren Masken und lässt dicke Haare ohne genügend Pflege austrocknen. Die meisten Haarprobleme entstehen nicht durch schlechte Produkte, sondern durch die falschen Produkte für den eigenen Haartyp. Und den eigenen Haartyp kennen die wenigsten Frauen wirklich – weil die Shampoo-Industrie mit Kategorien wie für normales Haar arbeitet, die niemandem helfen.

Die drei Dimensionen deines Haartyps

Dein Haartyp wird durch drei unabhängige Eigenschaften definiert, die du separat bestimmen musst: Textur (glatt, wellig, lockig oder kraus – die natürliche Form deines Haares ohne Hitze-Styling), Dichte (fein, mittel oder dick – der Durchmesser eines einzelnen Haares, nicht die Menge der Haare insgesamt) und Porositaet (niedrig, mittel oder hoch – wie gut dein Haar Feuchtigkeit aufnimmt und hält). Ein feines, glattes Haar mit niedriger Porositaet braucht eine völlig andere Pflege als ein dickes, lockiges Haar mit hoher Porositaet – aber beide könnten mit normalem Haar beschrieben werden und zum selben Shampoo greifen.

So bestimmst du deinen Haartyp: Textur – wasche dein Haar, lass es ohne Produkte und ohne Föhnen an der Luft trocknen und schau, was passiert. Kein Bogen, keine Welle = glatt (Typ 1). Leichte S-Wellen = wellig (Typ 2). Definierte Spirallocken = lockig (Typ 3). Enge Kringellocken oder Zick-Zack-Muster = kraus (Typ 4). Dichte – nimm ein einzelnes Haar und vergleiche es mit einem Nähfaden: Dünner als der Faden = fein, ähnlich dick = mittel, dicker = dick. Oder: Halte ein einzelnes Haar zwischen Daumen und Zeigefinger – wenn du es kaum spürst = fein, wenn es sich kräftig anfühlt = dick. Porositaet – lege ein sauberes Haar in ein Glas Wasser und warte zwei Minuten: Schwimmt oben = niedrige Porositaet (Schuppenschicht geschlossen, Produkte legen sich auf statt einzuziehen). Sinkt langsam = mittlere Porositaet (optimal). Sinkt sofort = hohe Porositaet (Schuppenschicht offen, Haar nimmt schnell Feuchtigkeit auf, verliert sie aber genauso schnell). Zum Thema Haarpflege auch unser Locken-Ratgeber.

Die richtige Pflege für deinen Typ

Feines Haar: Leichte Produkte (Volumen-Shampoo, leichter Conditioner nur in die Spitzen), keine schweren Öle oder Masken (beschweren das Haar und nehmen Volumen), Trockenshampoo für frischen Ansatz und Volumenschaum oder -spray für Fülle. Dickes Haar: Reichhaltige Produkte (cremiger Conditioner, wöchentliche Haarmaske), Öle und Leave-ins beschweren nicht, sondern nähren und glätten. Niedrige Porositaet: Leichte, wasserbasierte Produkte (Sprays, leichte Seren), Wärme hilft beim Einschleusen (warmes Handtuch über der Haarmaske), keine schweren Butter oder Öle – die legen sich auf die geschlossene Schuppenschicht und beschweren das Haar. Hohe Porositaet: Proteinreiche Produkte (Keratin, Seidenprotein) stärken die beschädigte Schuppenschicht, schwere Öle und Butter (Sheabutter, Kokosöl) versiegeln die Feuchtigkeit und verhindern schnelles Austrocknen.

Fazit: Kenne dein Haar – dann funktioniert die Pflege

Textur, Dichte, Porositaet – drei Tests, die zusammen fünf Minuten dauern und dir zeigen, welche Produkte dein Haar braucht und welche es beschweren, austrocknen oder überpflegen. Hör auf, Shampoo nach Verpackungsdesign zu kaufen, und fang an, nach deinem tatsächlichen Haartyp zu wählen. Der Unterschied ist sichtbar – vom ersten Waschtag an.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose, Beratung oder Behandlung. Er stellt keine medizinische Empfehlung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden, vor der Einnahme von Präparaten sowie in Schwangerschaft und Stillzeit wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Apotheke. Im Notfall wähle den Notruf 112. Trotz sorgfältiger Recherche kann für die Aktualität und Vollständigkeit der Angaben keine Gewähr übernommen werden.

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