Während Deniz Undav die Schlagzeilen dominiert und Jamal Musiala die Highlights liefert, macht Florian Wirtz etwas, das noch wertvoller ist: Er macht alle um sich herum besser. Der Leverkusener Spielmacher ist der Motor der deutschen Offensive – er kreiert Chancen, zieht Gegenspieler auf sich, öffnet Räume für Musiala und Havertz und spielt die tödlichen Pässe, die zu Toren führen. Gegen Curacao bereitete er Havertz’ Treffer vor, gegen die Elfenbeineküste war er an der Entstehung beider Undav-Tore beteiligt. Kein Tor, keine Vorlage in der Statistik – aber jeder, der Fußball versteht, weiß: Wirtz ist Deutschlands wichtigster Spieler.
Die Zahlen, die nicht in der Torschützenliste stehen
In zwei WM-Spielen hat Wirtz die meisten Schlüsselpässe aller deutschen Spieler gespielt (elf), die meisten Dribblings abgeschlossen (neun) und die meisten Chancen kreiert (sieben). Seine Pass-Genauigkeit im letzten Drittel liegt bei 87 Prozent – ein Wert, den sonst nur Pedri und Kevin De Bruyne erreichen. Wirtz spielt nicht für sich, er spielt für die Mannschaft: Er zieht zwei oder drei Gegenspieler auf sich, spielt den entscheidenden Pass und läuft dann weiter, um sich für den nächsten Angriff anzubieten. Das ist die Art von Leistung, die kein Highlight-Video einfängt – aber die den Unterschied zwischen einer guten und einer großartigen Mannschaft macht.
Mit 23 Jahren hat Wirtz noch mindestens drei oder vier WM-Turniere vor sich – aber bei dieser WM könnte er bereits seinen internationalen Durchbruch feiern. Die größten Clubs der Welt (Real Madrid, Manchester City, Barcelona) beobachten ihn seit Jahren – eine starke WM würde seinen Marktwert in Spharen katapultieren, die selbst für Leverkusen schwer zu halten wären. Für Deutschland ist die Frage nicht ob Wirtz Weltklasse ist, sondern wie lange er es bleibt. Mehr zur WM 2026 in unserem Deutschland-Kader-Ratgeber.
Fazit: Wirtz ist der Spieler, den du dir anschaust, wenn du Fußball verstehen willst
Undav schießt die Tore, Musiala liefert die Magie – aber Wirtz ist der Architekt. Achte beim nächsten Spiel auf ihn: Wie er sich positioniert, wie er Räume öffnet und wie er den Ball immer genau dorthin spielt, wo die Chancen entstehen. Das ist kein Zufall – das ist Genialität. Und Deutschland hat das Glück, diese Genialität in der eigenen Mannschaft zu haben.
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