Gold glänzt nicht nur in der Vitrine – es glänzt auch als Krisenwährung, Inflationsschutz und Portfoliobeimischung. Besonders in unsicheren Zeiten steigt die Nachfrage nach Gold als sicherer Hafen. Aber ist Gold wirklich eine gute Geldanlage? Die Antwort ist differenzierter als die meisten Goldfans zugeben wollen.
Was Gold als Anlage kann – und was nicht
Gold schützt langfristig vor Inflation und Währungsverfall. Gold ist krisensicher – es verliert nie seinen Wert komplett, anders als Aktien oder Anleihen. Und physisches Gold ist nicht von Bankensystemen abhängig. ABER: Gold zahlt keine Dividenden und keine Zinsen. Die langfristige Rendite liegt deutlich unter Aktien – über 50 Jahre hat Gold etwa 4 Prozent pro Jahr gebracht, Aktien 7 bis 9 Prozent. Und die Aufbewahrung kostet: Schließfach, Versicherung, Tresor.
Wie du Gold richtig kaufst
Physisches Gold (Barren und Münzen) kaufst du bei seriösen Händlern wie Degussa, Pro Aurum oder den Sparkassen. Goldbarren ab 100 Gramm haben den niedrigsten Aufschlag auf den Goldpreis. Beliebte Goldmünzen: Krügerrand, Maple Leaf, Wiener Philharmoniker – sie sind weltweit handelbar und anerkannt. Gold-ETCs wie Xetra-Gold bilden den Goldpreis ab, ohne dass du physisches Gold lagern musst. Und der steuerliche Vorteil: Gewinne aus physischem Gold sind nach einem Jahr Haltedauer komplett steuerfrei. Bei einem ETF-Sparplan zahlst du dagegen Kapitalertragsteuer auf die Gewinne.
Die richtige Goldquote im Portfolio
Finanzexperten empfehlen 5 bis 15 Prozent des Gesamtvermögens in Gold. Nicht mehr – denn Gold bringt keine laufenden Erträge und ist als alleinige Altersvorsorge ungeeignet. Gold ist eine Versicherung gegen extreme Szenarien, kein Renditetreiber. Kombiniere es mit ETFs, Tagesgeld und Festgeld für ein ausgewogenes Portfolio.


