Sturm reißt Dachziegel ab, ein Wasserrohr platzt und flutet drei Stockwerke, Blitzschlag setzt den Dachstuhl in Brand – ohne Wohngebäudeversicherung trägst du als Eigentümerin die gesamten Kosten selbst. Und die können schnell sechsstellig werden. Die Wohngebäudeversicherung ist für Immobilienbesitzerinnen keine Option, sondern Pflicht – die meisten Banken verlangen sie ohnehin als Bedingung für die Baufinanzierung.
Was die Wohngebäudeversicherung abdeckt
Standardmäßig versichert: Feuer, Leitungswasser, Sturm ab Windstärke 8 und Hagel. NICHT standardmäßig versichert, aber dringend empfohlen: Elementarschäden – Überschwemmung, Starkregen, Erdrutsch, Schneedruck. Angesichts der zunehmenden Wetterextreme in Deutschland ist der Elementarbaustein keine Luxusoption mehr, sondern überlebensnotwendig. Eine einzige Überschwemmung kann 100.000 Euro und mehr Schaden verursachen. Die Hausratversicherung schützt dein Inventar, die Wohngebäudeversicherung schützt die Substanz.
Wie du beim Beitrag sparst
Die Beitragsunterschiede zwischen Anbietern sind enorm – für das gleiche Gebäude zahlst du je nach Versicherer 300 bis 1.200 Euro im Jahr. Vergleiche mindestens drei Angebote. Selbstbeteiligung von 500 bis 1.000 Euro senkt den Beitrag deutlich. Jährliche Zahlweise spart 5 bis 10 Prozent. Und prüfe den Wert 1914 – das ist der fiktive Gebäudewert in Mark von 1914, auf dem die Versicherungssumme basiert. Ein falscher Wert führt zu Über- oder Unterversicherung.


