Du findest ploetzlich mehr Haare auf dem Kopfkissen, in der Buerste und im Duschabfluss als sonst – und die Panik kommt sofort. Haarausfall bei Frauen ist haeufiger als du denkst (jede dritte Frau ist im Laufe ihres Lebens betroffen) und hat fast immer eine behandelbare Ursache. Der wichtigste Schritt: Nicht monatelang Produkte ausprobieren, sondern die Ursache vom Arzt klaeren lassen.
Die drei Arten von Haarausfall – und ihre Ursachen
Diffuser Haarausfall (die Haare werden insgesamt duenner, kein bestimmtes Muster): Die haeufigste Form bei Frauen. Ursachen: Eisenmangel (die haeufigste Ursache bei Frauen vor den Wechseljahren – Ferritin-Wert unter 40 ng/ml kann Haarausfall ausloesen, auch wenn kein klassischer Eisenmangel vorliegt), Schilddruesenerkrankung (Unter- und Ueberfunktion beeinflussen den Haarzyklus), Stress (telogenes Effluvium – die Haare fallen zwei bis drei Monate nach einem stressigen Ereignis aus und wachsen dann wieder nach), hormonelle Veraenderungen (nach Absetzen der Pille, nach der Schwangerschaft, in den Wechseljahren) und Naehrstoffmangel (Zink, Biotin, Vitamin D). Kreisrunder Haarausfall (runde, kahle Stellen): Autoimmunerkrankung – das Immunsystem greift die eigenen Haarfollikel an. Muss vom Hautarzt behandelt werden. Androgenetischer Haarausfall (Haare lichten sich am Scheitel): Erblich bedingt, betrifft bis zu 40 Prozent der Frauen nach den Wechseljahren. Zum Thema Beauty auch unser Haarwachstum-Ratgeber.
Fazit: Blutbild machen lassen – nicht Shampoo wechseln
Der erste und wichtigste Schritt bei Haarausfall: Zum Hausarzt gehen und ein grosses Blutbild machen lassen – Eisen (Ferritin!), Schilddruese (TSH), Zink, Vitamin D und Hormone. In 70 Prozent der Faelle findet sich eine behandelbare Ursache, und nach deren Behebung wachsen die Haare wieder nach. Kein Shampoo der Welt kann einen Eisenmangel beheben – aber eine Eisentablette kann es.


