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Kapitallebensversicherung kündigen oder behalten: Die ehrliche Rechnung, die dein Berater nicht macht

Du zahlst seit 15 Jahren in eine Kapitallebensversicherung ein, die Rendite ist miserabel, und du fragst dich: Soll ich kündigen und das Geld in einen ETF-Sparplan stecken? Bevor du überhastet handelst, rechne durch – denn eine Kündigung kostet dich fast immer Geld, und es gibt bessere Alternativen.

Was du bei einer Kündigung verlierst

Der Rückkaufswert liegt bei den meisten Kapitallebensversicherungen deutlich unter der Summe der eingezahlten Beiträge – besonders in den ersten Jahren, weil die hohen Abschlusskosten bereits abgezogen wurden. Dazu kommt: Die Garantieverzinsung deines alten Vertrags (bei Verträgen vor 2004 oft 3,25 bis 4 Prozent) bekommst du bei keinem neuen Produkt mehr. Und der Todesfallschutz fällt weg – wenn du Kinder hast, brauchst du dann eine separate Risikolebensversicherung.

Die besseren Alternativen zur Kündigung

Beitragsfrei stellen: Du zahlst nichts mehr ein, behältst aber den Vertrag mit der alten Garantieverzinsung. Das Guthaben wird weiter verzinst, und du bekommst es am Ende der Laufzeit ausgezahlt. Das eingesparte Geld investierst du in einen ETF-Sparplan – so hast du das Beste aus beiden Welten. Verkaufen statt kündigen: Spezialisierte Aufkäufer wie Policen Direkt oder Partner in Life kaufen deine Police für 3 bis 5 Prozent mehr als den Rückkaufswert. Beleihen: Manche Banken gewähren ein Policendarlehen auf den Rückkaufswert – du bekommst Liquidität, ohne den Vertrag aufzugeben. Wie bei der Riester-Rente gilt auch hier: Beitragsfrei stellen ist fast immer besser als kündigen.

Eine Kapitallebensversicherung zu kündigen fühlt sich befreiend an, kostet dich aber fast immer Geld. Rechne durch, prüfe die Alternativen und lass dich von einem unabhängigen Finanzberater beraten.

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