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Sodbrennen in der Schwangerschaft: Was wirklich hilft und welche Mittel sicher sind

Zwei Drittel aller Schwangeren leiden unter Sodbrennen – besonders im letzten Trimester, wenn das Baby nach oben drückt und der Schließmuskel der Speiseröhre durch das Hormon Progesteron erschlafft. Das brennende Gefühl hinter dem Brustbein, der saure Geschmack im Mund und die Übelkeit nach dem Essen sind nicht nur unangenehm, sondern können den ohnehin anstrengenden Alltag einer Schwangeren zur Qual machen.

Hausmittel, die sofort Linderung bringen

Mehrere kleine Mahlzeiten statt drei großer – der überfüllte Magen drückt Magensäure nach oben. Aufrecht essen und nach dem Essen mindestens 30 Minuten nicht hinlegen. Oberkörper beim Schlafen erhöht lagern – zwei Kissen oder ein Keilkissen. Mandeln kauen: Die Proteine binden Magensäure, und das intensive Kauen regt die Speichelproduktion an, die die Säure neutralisiert. Haferflocken als Frühstück binden überschüssige Säure. Und Kartoffelsaft – klingt seltsam, wirkt aber: Ein kleines Glas vor dem Essen puffert die Magensäure effektiv.

Welche Medikamente in der Schwangerschaft sicher sind

Antazida mit Magnesium- oder Aluminiumhydroxid gelten als sicher und sind rezeptfrei erhältlich. Gaviscon bildet einen Schutzfilm auf dem Mageninhalt und verhindert das Aufsteigen von Säure. Bei schwerem Sodbrennen kann der Arzt Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol verschreiben – die Studienlage zur Sicherheit in der Schwangerschaft ist beruhigend. Vermeide Hausmittel wie Natron – es neutralisiert zwar kurzfristig die Säure, kann aber durch die CO2-Bildung Blähungen verstärken und den Natriumhaushalt beeinflussen.

Sodbrennen in der Schwangerschaft verschwindet nach der Geburt von selbst. Bis dahin: Kleine Maßnahmen, große Wirkung. Und der Trost, dass es ein gutes Zeichen ist – das Baby wächst!

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