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Sterbegeldversicherung: Sinnvolle Vorsorge oder teure Abzocke? Ein ehrlicher Überblick

Eine Bestattung in Deutschland kostet durchschnittlich 7.000 bis 10.000 Euro – Friedhofsgebühren, Sarg, Grab, Steinmetz, Bestatter, Trauerfeier. Seit 2004 zahlen die Krankenkassen kein Sterbegeld mehr. Die Kosten tragen die Hinterbliebenen. Sterbegeldversicherungen versprechen, diese Last abzunehmen. Doch lohnt sich das, oder zahlst du am Ende mehr ein als du bekommst? Hier ist der ehrliche Überblick, den dir kein Versicherungsvertreter gibt.

Wie die Sterbegeldversicherung funktioniert

Du zahlst monatliche Beiträge – typisch 15 bis 50 Euro – und im Todesfall erhält deine Familie eine vereinbarte Summe, meist 5.000 bis 15.000 Euro. Die meisten Tarife haben eine Wartezeit von 12 bis 36 Monaten, in der im Todesfall nur die eingezahlten Beiträge zurückerstattet werden. Es gibt keine Gesundheitsprüfung – das macht die Versicherung teuer, weil die Anbieter mit einer höheren Schadensquote rechnen müssen.

Wann sich eine Sterbegeldversicherung lohnt – und wann nicht

Die Rechnung ist simpel: Vergleiche die Summe aller eingezahlten Beiträge mit der Versicherungsleistung. Bei einem monatlichen Beitrag von 30 Euro über 20 Jahre zahlst du 7.200 Euro ein. Wenn die Versicherungssumme bei 8.000 Euro liegt, bekommst du gerade einmal 800 Euro mehr raus als du eingezahlt hast. Günstiger wäre es, die 30 Euro monatlich auf ein Tagesgeldkonto zu legen – nach 20 Jahren hast du mit Zinsen deutlich mehr als 8.000 Euro, und das Geld steht dir jederzeit zur Verfügung. Die Sterbegeldversicherung lohnt sich vor allem für Menschen, die diszipliniert nicht sparen können und sicherstellen wollen, dass im Todesfall Geld für die Bestattung da ist. Oder die durch die Vorsorgevollmacht geregelt haben, wer im Todesfall welche Entscheidungen trifft.

Sterbegeldversicherung: nicht schlecht, nicht optimal. Die Frage ist nicht, ob du vorsorgen sollst – das sollst du. Die Frage ist, ob eine Versicherung oder ein Sparkonto der bessere Weg dafür ist.

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