Brennen, Fremdkörpergefühl, Lichtempfindlichkeit und paradoxerweise tränende Augen – das trockene Auge ist eine der häufigsten Augenerkrankungen bei Frauen. Ab 40 steigt die Häufigkeit steil an, und in den Wechseljahren leidet etwa jede zweite Frau darunter. Der Grund: Sinkende Östrogen- und Androgenspiegel reduzieren die Tränenproduktion und verändern die Zusammensetzung des Tränenfilms.
Was die Augen austrocknet
Bildschirmarbeit reduziert die Lidschlagfrequenz von 15 auf nur 5 Mal pro Minute – der Tränenfilm trocknet aus. Klimaanlagen und Heizungsluft senken die Luftfeuchtigkeit. Kontaktlinsen behindern den Tränenfilm. Medikamente wie Antihistaminika, Betablocker, Antidepressiva und die Pille können als Nebenwirkung die Augen austrocknen. Und Autoimmunerkrankungen wie das Sjögren-Syndrom greifen die Tränendrüsen direkt an.
Was dauerhaft hilft
Konservierungsmittelfreie Tränenersatzmittel sind die Basis. Hyaluron-haltige Augentropfen halten die Feuchtigkeit besonders lange. Bei verstopften Meibom-Drüsen – der häufigsten Ursache – helfen warme Augenkompressen für 10 Minuten und sanftes Massieren der Lidkanten. Omega-3-Supplementierung kann die Qualität des Tränenfilms verbessern. Die 20-20-20-Regel gegen Bildschirm-bedingte trockene Augen: Alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf einen Punkt in 20 Fuß (6 Meter) Entfernung schauen und dabei bewusst blinzeln.
Trockene Augen sind lästig, aber gut behandelbar. Ignoriere die Symptome nicht – unbehandelt kann das trockene Auge die Hornhaut dauerhaft schädigen.


