Rote, juckende, tränende Augen mit verklebten Lidern am Morgen – eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) ist eine der häufigsten Augenerkrankungen und in den meisten Fällen harmlos. Doch hinter den gleichen Symptomen können auch ernsthafte Erkrankungen stecken, die dein Augenlicht gefährden. Hier erfährst du, wann du selbst behandeln kannst und wann du sofort zum Arzt musst.
Die drei Hauptursachen
Virale Bindehautentzündung: Die häufigste Form, oft begleitend zu einer Erkältung. Wässriger Ausfluss, beide Augen betroffen, hochansteckend. Heilt ohne Behandlung in ein bis zwei Wochen aus. Bakterielle Bindehautentzündung: Eitriger, gelblich-grüner Ausfluss, verklebte Augen morgens, oft nur ein Auge betroffen. Antibiotische Augentropfen beschleunigen die Heilung. Allergische Bindehautentzündung: Starker Juckreiz, klarer Ausfluss, gleichzeitig mit Heuschnupfen oder Hausstaub-Allergie. Antihistaminika-Augentropfen helfen sofort.
Rote Flaggen: Sofort zum Augenarzt
Starke Schmerzen im Auge (nicht nur Juckreiz). Sehverschlechterung oder verschwommenes Sehen. Lichtempfindlichkeit, die über normales Reizen hinausgeht. Einseitige Rötung mit Schmerzen – mögliche Regenbogenhautentzündung. Und Kontaktlinsenträgerinnen mit roten Augen sollten grundsätzlich zum Arzt, da das Risiko einer Hornhautentzündung erhöht ist.
Die meisten Bindehautentzündungen heilen von alleine. Kühle Kompressen, künstliche Tränen und Hygiene – Hände waschen, Handtücher nicht teilen – reichen bei leichten Fällen aus. Im Zweifel: Lieber einmal zu viel zum Augenarzt als einmal zu wenig.


