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Schilddrüse und Schwangerschaft: Warum die Schilddrüsenwerte jetzt besonders wichtig sind

In der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Schilddrüsenhormonen um 30 bis 50 Prozent. Wenn die Schilddrüse diesen Mehrbedarf nicht decken kann, drohen ernsthafte Komplikationen – für die Mutter und das Kind. Trotzdem wird die Schilddrüsenfunktion in der Schwangerschaftsvorsorge nicht routinemäßig überprüft. Das sollte sich ändern – und du kannst aktiv dafür sorgen.

Warum die Schilddrüse in der Schwangerschaft so entscheidend ist

In den ersten 12 Wochen hat das Baby noch keine eigene Schilddrüse und ist komplett auf die Hormone der Mutter angewiesen. Diese Hormone sind entscheidend für die Gehirnentwicklung des Kindes. Eine unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion erhöht das Risiko für Fehlgeburten, Frühgeburten, Schwangerschaftshypertonie und Entwicklungsverzögerungen beim Kind. Auch eine Überfunktion muss behandelt werden – unbehandelter Morbus Basedow kann zu Wachstumsstörungen und Schilddrüsenproblemen beim Neugeborenen führen.

Was du tun solltest

Lass beim Frauenarzt oder Hausarzt den TSH-Wert bestimmen – idealerweise schon bei Kinderwunsch, spätestens in der Frühschwangerschaft. Der TSH sollte in der Schwangerschaft unter 2,5 mIU/l liegen. Wenn du bereits L-Thyroxin nimmst, muss die Dosis in der Schwangerschaft fast immer erhöht werden – meist um 25 bis 50 Prozent. Lass die Werte alle 4 bis 6 Wochen kontrollieren. Die Kosten für den TSH-Test werden von der Kasse übernommen, wenn dein Arzt ihn als medizinisch notwendig einstuft.

Deine Schilddrüse beeinflusst die Gesundheit deines Babys von der ersten Woche an. Lass sie prüfen – ein einfacher Bluttest kann Komplikationen verhindern.

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