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Augenringe entfernen: Warum sie entstehen und welche Behandlung wirklich etwas bringt

Du schläfst genug, trinkst genug Wasser, lebst gesund – und trotzdem schaust du morgens in den Spiegel und siehst aus, als hättest du die Nacht durchgemacht. Dunkle Augenringe und Tränensäcke sind eines der häufigsten Beauty-Probleme und haben nicht immer mit Schlafmangel zu tun. Hier erfährst du, welche Ursachen hinter deinen Augenringen stecken und welche Behandlung wirklich etwas bringt – von der Augencreme bis zur Unterspritzung.

Warum entstehen Augenringe?

Die Haut unter den Augen ist die dünnste am ganzen Körper – nur etwa 0,5 Millimeter dick, im Vergleich zu zwei Millimetern im Gesicht. Dadurch schimmern die darunterliegenden Blutgefäße und Muskeln stärker durch. Mit dem Alter wird die Haut noch dünner, das Unterhautfettgewebe schwindet und die Augenringe treten deutlicher hervor.

Es gibt verschiedene Typen von Augenringen, die unterschiedliche Ursachen und Behandlungen erfordern. Bläulich-violette Ringe entstehen durch durchscheinende Blutgefäße und verstärken sich bei Müdigkeit, Dehydrierung und Allergien. Bräunliche Ringe sind Hyperpigmentierungen, häufig genetisch bedingt und bei dunkleren Hauttypen verbreitet. Schatten durch Volumenverlust – eine Vertiefung der Tränenrinne – lassen die Augenpartie hohl und müde aussehen, selbst wenn die Haut gar nicht dunkel verfärbt ist.

Hausmittel und Pflege: Was hilft?

Kühlung verengt die Blutgefäße und reduziert die bläuliche Verfärbung vorübergehend – gekühlte Teelöffel, Augenpads oder Gurkenscheiben funktionieren als Sofortmaßnahme. Eine gute Augencreme mit Koffein regt die Mikrozirkulation an und wirkt abschwellend. Vitamin C als Serum kann Hyperpigmentierungen langfristig aufhellen. Retinol stimuliert die Kollagenproduktion und verdickt die dünne Haut unter den Augen – verwende aber eine speziell für die Augenpartie formulierte, niedrig dosierte Version. Mehr zur Retinol-Anwendung findest du in unserem Retinol-Guide.

Von innen helfen ausreichend Schlaf (sieben bis acht Stunden), genug Wasser, eisenreiche Ernährung und Allergiebehandlung. Wenn du Allergikerin bist, können antihistaminische Augentropfen die Schwellung und Verfärbung deutlich reduzieren. Alkohol und salziges Essen vor dem Schlafengehen verstärken Schwellungen am nächsten Morgen.

Ärztliche Behandlung: Wenn Cremes nicht reichen

Die Unterspritzung der Tränenrinne mit Hyaluronsäure ist die effektivste Methode gegen schattenbedingte Augenringe. Der Filler füllt das verlorene Volumen auf und glättet die Vertiefung – das Ergebnis ist sofort sichtbar und hält zwölf bis 18 Monate. Allerdings ist die Augenpartie eine anatomisch anspruchsvolle Zone: Nur erfahrene Ärzte sollten hier behandeln, da Komplikationen wie Schwellungen, Knötchen oder Gefäßverschlüsse auftreten können. Details zur Hyaluron-Behandlung findest du in unserem Ratgeber zur Hyaluron-Unterspritzung.

Gegen Hyperpigmentierungen helfen chemische Peelings mit Glykolsäure oder Trichloressigsäure und Laserbehandlungen. Ein fraktionierter Laser kann die Kollagenproduktion anregen und die Haut unter den Augen verdicken und aufhellen. Die Kosten liegen bei 200 bis 500 Euro pro Sitzung, meist sind zwei bis drei Sitzungen nötig. Weitere Infos zu Laserbehandlungen im Gesicht findest du in unserem Artikel.

Concealer-Tricks für den Alltag

Wähle einen Concealer, der einen halben Ton heller ist als dein Hautton und einen warmen, pfirsich- oder lachsfarbenen Unterton hat – das neutralisiert die blauen und violetten Verfärbungen. Trage ihn in einem umgekehrten Dreieck unter dem Auge auf und klopfe ihn mit dem Ringfinger oder einem feuchten Beautyblender sanft ein. Fixiere mit einem losen, transluzenten Puder, damit er nicht in die Fältchen wandert.

FAQ: Häufige Fragen

Können Augenringe auf eine Krankheit hinweisen?

In seltenen Fällen ja. Eisenmangel, Schilddrüsenunterfunktion, Nierenprobleme und Allergien können dunkle Augenringe verursachen oder verstärken. Wenn deine Augenringe plötzlich deutlich stärker werden oder mit anderen Symptomen einhergehen, lass dich ärztlich untersuchen.

Helfen Augenpads mit Gold oder Kollagen?

Der kühlende Effekt der Pads hilft kurzfristig gegen Schwellungen. Die Inhaltsstoffe wie Kollagen, Gold oder Hyaluronsäure in den Pads haben aber kaum Langzeitwirkung, da sie die Haut nicht tief genug durchdringen. Als kurzfristige Auffrischung vor einem Event sind sie nett, als Dauerbehandlung wenig effektiv.

Ab welchem Alter sollte ich Augencreme benutzen?

Ab Mitte 20 ist eine leichte Augencreme mit Feuchtigkeitsspender sinnvoll. Ab 30 darf Retinol oder Vitamin C dazukommen. Das Wichtigste ist konsequenter Sonnenschutz – UV-Strahlung ist der Hauptverursacher von Hautalterung auch in der Augenpartie.

Fazit: Augenringe verstehen und gezielt behandeln

Der Schlüssel zu weniger Augenringen ist die richtige Diagnose: Sind es durchscheinende Gefäße, Pigmentierung oder Volumenverlust? Je nach Ursache helfen andere Maßnahmen. Gute Pflege, gesunder Lebensstil und bei Bedarf eine gezielte ärztliche Behandlung machen den Unterschied zwischen müdem und wachem Blick.

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