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Husten Hausmittel: Was bei trockenem und produktivem Husten wirklich hilft

Husten ist keine Krankheit, sondern ein Schutzreflex – dein Körper versucht, Schleim, Fremdkörper oder Reizstoffe aus den Atemwegen zu entfernen. Doch nachts, wenn der Husten dich nicht schlafen lässt, ist das ein schwacher Trost. Die richtige Behandlung hängt davon ab, ob du einen trockenen Reizhusten oder einen produktiven Husten mit Auswurf hast – denn die beiden Typen brauchen gegensätzliche Maßnahmen.

Trockener Reizhusten: Lindern und beruhigen

Honig ist nachweislich so wirksam wie rezeptfreie Hustenstiller – ein Teelöffel pur oder in warmem Tee vor dem Schlafengehen. Thymiantee wirkt hustenstillend und entzündungshemmend. Zwiebelsirup (Zwiebel in Scheiben mit Zucker oder Honig über Nacht ziehen lassen) ist ein bewährtes Hausmittel. Feuchte Raumluft – nasse Handtücher über die Heizung oder ein Luftbefeuchter – beruhigt die gereizten Schleimhäute. Und nachts: Oberkörper erhöht lagern, damit der Schleim nicht in den Rachen läuft.

Produktiver Husten: Lösen und abhusten

Viel trinken – mindestens 2 Liter Wasser und Tee täglich – verflüssigt den Schleim. Dampfinhalation mit Kamille oder Thymian öffnet die Atemwege. Schleimlösende Mittel wie Acetylcystein (ACC) oder Ambroxol helfen bei zähem Schleim. Und: Hustenstiller wie Dextromethorphan oder Codein bei produktivem Husten NICHT nehmen – der Schleim muss raus, nicht unterdrückt werden. Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung läuft Schleim in den Rachen und verursacht Husten – behandle dann die Sinusitis.

Wenn der Husten nach drei Wochen nicht besser wird, Blut im Auswurf erscheint oder hohes Fieber dazukommt – zum Arzt. Ansonsten: Honig, Tee und Geduld.

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