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Nachtschicht und Gesundheit: Was Schichtarbeit mit dem weiblichen Körper macht und wie du dich schützt

Krankenschwestern, Ärztinnen, Polizistinnen, Fabrikarbeiterinnen – Millionen Frauen in Deutschland arbeiten in Schichtarbeit oder Nachtschicht. Die Folgen für die Gesundheit sind erheblich: Schlafstörungen, Gewichtszunahme, erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Depressionen und sogar Brustkrebs. Die WHO stuft Nachtschichtarbeit als „wahrscheinlich krebserregend” ein.

Was Schichtarbeit mit dem weiblichen Körper macht

Der circadiane Rhythmus – deine innere Uhr – wird massiv gestört. Hormone, die normalerweise nachts ausgeschüttet werden (Melatonin, Wachstumshormon), kommen nicht mehr zur richtigen Zeit. Der Cortisolspiegel ist dauerhaft erhöht. Der Zyklus kann unregelmäßig werden. Und die Verdauung gerät durcheinander, weil Essen zur falschen Tageszeit den Magen-Darm-Trakt belastet.

Wie du dich schützen kannst

Schlafhygiene ernst nehmen: Verdunkelungsvorhänge, kühler Raum, kein Koffein sechs Stunden vor dem Schlafen, Ohrstöpsel. Schlafqualität ist wichtiger als Schlafquantität. Feste Essenszeiten einhalten, auch im Schichtdienst – keine schweren Mahlzeiten mitten in der Nacht. Bewegung und gesunde Ernährung sind als Gegengewicht noch wichtiger als bei Tagarbeit. Und: Helle Lichtexposition während der Nachtschicht und Sonnenbrille auf dem Heimweg helfen, die innere Uhr umzuprogrammieren.

Schichtarbeit ist für viele Frauen Realität – und die Gesundheitsrisiken sind real. Schütze dich, so gut du kannst, und fordere von deinem Arbeitgeber gesundheitsförderliche Schichtpläne ein. Deine Gesundheit ist nicht verhandelbar.

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