in

Mietkaution zurückbekommen: Deine Rechte, die Frist und was du tun kannst, wenn der Vermieter nicht zahlt

Du bist ausgezogen, die Wohnung ist übergeben, und jetzt wartest du auf deine Kaution. Wochen vergehen, Monate – und der Vermieter zahlt nicht. Das ist leider keine Seltenheit: Viele Vermieter halten die Kaution unrechtmäßig zurück oder ziehen überhöhte Beträge für angebliche Schäden ab. Hier erfährst du, welche Rechte du hast und wie du dein Geld zurückbekommst.

Die Frist: Wie lange darf der Vermieter die Kaution einbehalten?

Eine gesetzlich festgelegte Frist gibt es nicht, aber die Rechtsprechung setzt in der Regel drei bis sechs Monate als angemessen an. Der Vermieter darf einen Teil der Kaution für noch ausstehende Nebenkostenabrechnungen einbehalten – aber nur in angemessener Höhe, nicht die komplette Kaution. Für reguläre Abnutzung (abgetretener Teppich, verblasste Wandfarbe, kleine Kratzer) darf er NICHTS einbehalten – das fällt unter normalen Verschleiß.

Wenn der Vermieter nicht zahlt: Deine Optionen

Schritt 1: Schriftliche Aufforderung mit Fristsetzung von 14 Tagen. Schritt 2: Zweite Mahnung mit Ankündigung rechtlicher Schritte. Schritt 3: Mahnbescheid beim Amtsgericht beantragen (kostet 32 Euro bei 1.000 Euro Streitwert). Oder Klage vor dem Amtsgericht – ohne Anwaltspflicht bei Streitwerten bis 5.000 Euro. Der Mieterverein hilft bei der Durchsetzung, und eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten. Wichtig: Dein Anspruch auf die Kaution verjährt nach drei Jahren.

Deine Kaution ist dein Geld – und du hast ein Recht darauf, es zurückzubekommen. Lass dich nicht hinhalten und handle, wenn der Vermieter nicht zahlt.

Lippenherpes schnell loswerden: Was in den ersten Stunden zählt und welche Mittel wirklich wirken

Kopfschmerzen: Die 4 häufigsten Typen bei Frauen und wie du sie gezielt behandelst