Pflege kostet – und die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Teil. Ein Pflegeheimplatz kostet durchschnittlich 2.500 bis 3.500 Euro monatlich, die Pflegekasse zahlt je nach Pflegegrad 770 bis 2.005 Euro – der Rest (der Eigenanteil) liegt bei 1.000 bis 2.500 Euro monatlich, die du aus eigener Tasche zahlst. Pro Jahr sind das 12.000 bis 30.000 Euro, die dein Erspartes auffressen – und wenn das Geld alle ist, müssen deine Kinder zahlen.
Welche Pflegezusatzversicherungen es gibt
Pflegetagegeld: Du bekommst pro Tag der Pflege einen festen Betrag (z.B. 60 Euro täglich = 1.800 Euro monatlich) – unabhängig von den tatsächlichen Kosten. Vorteil: Flexibel einsetzbar, auch für häusliche Pflege. Kosten: 30 bis 80 Euro monatlich (je früher du abschließt, desto günstiger). Pflege-Bahr (staatlich gefördert): 5 Euro monatlicher Zuschuss vom Staat – klingt wenig, ist es auch. Die Tarife sind standardisiert und bieten oft schlechte Leistungen. Nur sinnvoll als Einstieg für Geringverdiener. Pflegerente: Wie eine Rentenversicherung – du zahlst monatliche Beiträge und bekommst im Pflegefall eine monatliche Rente. Teurer als Pflegetagegeld, aber planbare Leistung.
Wer eine Pflegezusatzversicherung braucht: Jeder, der im Pflegefall nicht sein Vermögen und das seiner Kinder aufbrauchen will. Besonders wichtig für: Frauen (leben länger, höheres Pflegerisiko), Alleinstehende (kein Partner, der pflegen kann) und Menschen ohne große Ersparnisse. Wann abschließen: Je früher, desto günstiger – mit 35 zahlst du halb so viel wie mit 55. Vorerkrankungen können den Abschluss verteuern oder unmöglich machen. Empfehlung: Pflegetagegeld-Versicherung ab 40 bis 60 Euro monatlich mit mindestens 1.500 Euro monatlicher Leistung bei Pflegegrad 5. Zum Thema Vorsorge auch unser Altersvorsorge-Ratgeber.
Fazit: Pflege trifft jeden zweiten – und die Kosten sind brutal
Jeder Zweite wird im Laufe seines Lebens pflegebedürftig. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt maximal die Hälfte der Kosten. Eine Pflegezusatzversicherung für 40 bis 60 Euro monatlich schützt dich vor 2.000 Euro Eigenanteil monatlich – und schützt deine Kinder davor, dafür aufkommen zu müssen.
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