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Skoliose bei Frauen: Warum die Wirbelsäulenverkrümmung erst im Erwachsenenalter Probleme macht

Bei der Einschuluntersuchung wurde eine leichte Skoliose festgestellt, die nie behandelt werden musste. Zwanzig Jahre später hast du chronische Rückenschmerzen, eine Schulter steht höher als die andere, und beim langen Stehen tut alles weh. Skoliose – eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule – betrifft etwa 3 Prozent der Bevölkerung, und Frauen sind häufiger und schwerer betroffen als Männer.

Warum Skoliose im Erwachsenenalter schmerzhaft wird

Eine leichte Skoliose verursacht bei Kindern und Jugendlichen selten Schmerzen. Im Erwachsenenalter ändert sich das: Die ungleichmäßige Belastung führt zu vorzeitigem Verschleiß der Wirbelgelenke und Bandscheiben auf der stärker belasteten Seite. Die Muskulatur verspannt sich chronisch, weil sie die Fehlhaltung permanent ausgleichen muss. Und mit zunehmendem Alter kann die Verkrümmung progredieren – also langsam schlimmer werden.

Was erwachsenen Frauen mit Skoliose wirklich hilft

Gezielte Physiotherapie nach der Schroth-Methode – speziell für Skoliose entwickelt – kann die Verkrümmung zwar nicht rückgängig machen, aber Schmerzen deutlich reduzieren und das Fortschreiten verlangsamen. Faszientraining und Pilates stärken die tiefe Rumpfmuskulatur und verbessern die Haltung. Regelmäßiges Schwimmen ist ideal, weil es die Wirbelsäule entlastet und die Muskulatur symmetrisch trainiert. Bei schweren Fällen mit starken Schmerzen oder Fortschreiten der Verkrümmung kann eine Operation mit Versteifung (Spondylodese) notwendig sein – das wird aber nur bei einem kleinen Prozentsatz der Betroffenen erforderlich.

Skoliose im Erwachsenenalter ist kein Urteil zu chronischen Schmerzen. Mit der richtigen Therapie und regelmäßiger Bewegung kannst du beschwerdefrei leben.

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